Communication Camp 02 in Darmstadt: Kulturhäppchen

Unter dem Motto „Kommunizieren für den guten Zweck“ organisieren Studenten der Hochschule Darmstadt eine Veranstaltung, auf der die Teilnehmer des Communication Camps in gemeinsamen Workshops einer sozialen oder kulturellen Organisation bei der Konzeption und beim Aufbau ihrer (Online-) Kommunikation helfen. Dieses Mal war es die „Early Late Night Show“ des Schlosskellers Darmstadt.

Communication Camp Plenum

Freitag Abend und Samstag fand in Darmstadt das zweite Communication Camp statt. Unter dem Motto „Kommunizieren für den guten Zweck“ organisieren Studenten der Hochschule Darmstadt eine Veranstaltung und helfen einer sozialen oder kulturellen Organisation bei der Konzeption und beim Aufbau ihrer (Online-) Kommunikation. Dieses Mal war der Projektpartner die „Early Late Night Show“ vom Schlosskeller Darmstadt.

Am Freitag ab 18 Uhr ging es los mit einer Begrüßung und Vorstellung des Projekts und des Projektpartners. Relativ schnell kam es da bereits zu Verwirrungen um die Begriffe und Organisationen Schlosskeller, Kulturhäppchen, Early Late Night Show und vielen Begriffen.

Am Samstag dauerte das Communication Camp von 9 bis 18 Uhr. Nach einem Brainstorming und einer Sessionplanung ging es in verschiedene Workshops zu Themen wie beispielsweise

  • Corporate Identity
  • Ziele/Content Strategie
  • Medien-/Presserecht
  • Projektmanagement
  • Recruiting
  • Content-Struktur
  • Facebook (mit Aufbau der Facebook-Seite Kulturhäppchen)
  • Website
  • Tools

Kulturhäppchen

Auch am Samstag war zunächst nicht klar, ob es beim Projekt um die Early Late Night Show oder Kulturhäppchen ging. Aber das klärte der Workshop Corporate Identity: Es ging und geht umd „Kulturhäppchen“.

Alles klar? Nein? Also „Rewind“ und „Restart“:

Der Schlosskeller ist ein autonomes Gewerbe des AStA der TU-Darmstadt. Das heißt, dass wir sowohl finanziell als auch politisch unabhängig sind. Unser Ziel ist es, kulturelle und politische Veranstaltungen, Konzerte, Parties und Clubabende zu studentenfreundlichen Preisen zu ermöglichen.

[ ASTA TU Darmstadt ]

Der Schlosskeller bietet unter der gemeinsamen Bezeichnung „Kulturhäppchen“ verschiedene Veranstaltungsreihen, so beispielsweise „Kulturhäppchen: Das kosmische Bla“ und „Kulturhäppchen : SNotLDaD„. Die kryptische Abkürzung SNotLDaD steht für die Early Late Night Show. Innerhalb der Show gibt es wiederkehrende Elemente wie auch das kosmische Bla als Teil der Show ;-)

Was als Projekt für die Early Late Night Show begann, stellte sich in dem Corporate Identity Workshop heraus als ein Projekt für die „Kulturhäppchen“.

Vieles wurde erarbeitet, aber insbesondere in der Umsetzung bleiben noch einige Aufgaben offen. So wurde ein neues Konzept für die bestehende Website der Kulturhäppchen erstellt, das noch umgesetzt werden muss. Als technische Plattform wurde WordPress gewählt. Nach meiner Meinung eine gute Wahl, weil WordPress recht einfach ist, für Einsteiger gut geeignet ist und es viele Plugins gibt. Außerdem gibt es viele Personen, die dem Team von Kulturhäppchen helfen können.

Genau das ist ein wichtiger Punkt für Mitglieder auf freiwilliger Basis, die kostenlos ein regelmäßiges Programm auf die Beine stellen. Die Teammitglieder bringen sich selbst und sehr viel Zeit für die Show ein. Zusätzliche Arbeit zu dem Thema „Kommunikation & Online“ kostet etwas, über das sie nur wenig verfügen: Weitere Zeit.

Eigentlich wäre ein weiterer Tag (oder sogar zwei Tage) für das Camp für die Umsetzung sinnvoll. Doch da wird die Zeit extrem knapp für die „Kulturhäppchener“ und die Studenten. Doch ich glaube, dass es dennoch funktioniert.

Im Rahmen des Workshops Content Strategy beispielsweise entschieden wir uns für Flickr als Foto-Plattform. Auch in der kostenlosen Version ist Flickr funktional ausreichen, die Fotos können leicht hochgeladen und anschließend im Blog eingefügt oder auf Facebook geteilt werden, und die Fotos belasten den Platz auf dem gemieteten Webspace nicht. Ich habe Axel eine Einführung in Flickr gegeben und mit ihm den Account „Kulturhäppchen“ angelegt. Die Zeit war jedoch ziemlich knapp. Er wird noch Fragen haben oder plötzlich auf Fragen kommen. Ich habe ihm gesagt, dass er sich jederzeit bei mir melden kann und ich ihm dann helfen werde.

Vorschlag Vorstellungsrunde

Eine Vorstellungsrunde á la BarCamp mit drei Tags, was man kann. Damit wird die Vernetzung leichter, wenn es um die einzelnen Workshops und vor Allem das Anwenden und Umsetzen geht. Oder auch ein Google Drive Doc, in dem jeder sich bereits vor der Veranstaltung reinsetzt mit Namen, Tätigkeiten und Fähigkeiten. Damit könnte sich beispielsweise eine Gruppe zur Umsetzung oder zu Fragen mit Tools leichter finden (WordPress, Flickr, Designer…).

Google Drive

Die Arbeit mit Google Drive hat recht gut funkti0niert. Bereits vor der Veranstaltung erhielten wir Teilnehmer einen Google Drive Link zu einem Verzeichnis, in dem während der Workshops die Brainstormings, Sessionprotokolle, Arbeitsmaterialien, Ergebnisse abgelegt und auch zusammen bearbeitet wurden.

Google Drive ist eine sehr gute und kostenlose Möglichkeit für queerbeet zusammen kommende Menschen für die Zusammenarbeit. Im Unternehmensumfeld gibt es viele Sicherheits- und Kontrollbedenken. Teilweise zu Recht, teilweise zu Unrecht. Gerade aber für ein solches Projekt halte ich es für eine sehr gute Plattform, die außerdem noch weitere Möglichkeiten wie Google Talk bietet. Das kann insbesondere bei längeren Projekten die Zusammenarbeit erleichtern.

Und sonst so?

Leute, Leute, Leute… die ich zum ersten, zweiten, dritten… Mal getroffen habe. Einer der Gründe, warum ich auf solche Veranstaltungen gehe, ist das Kennen lernen und das Austauschen mit Menschen. Verschiedene Personen, verschiedene Themen, ganz andere Personen und Themen bereichern den Blick über den Tellerrand. Und außerdem lerne ich jedes Mal etwas – auch wenn ich jetzt nicht eine Aufzählungsliste konkreter Punkte bringen kann und will. Ich sehe solche Veranstaltungen und Treffen – neben dem persönlichen wichtigen Aspekt des Menschelns – unter dem Aspekt des Tacit Knowledge Managements.

Tacit knowledge (as opposed to formal or explicit knowledge) is the kind of knowledge that is difficult to transfer to another person by means of writing it down or verbalising it. For example, stating to someone that London is in the United Kingdom is a piece of explicit knowledge that can be written down, transmitted, and understood by a recipient. However, the ability to speak a language, use algebra,[1] or design and use complex equipment requires all sorts of knowledge that is not always known explicitly, even by expert practitioners, and which is difficult to explicitly transfer to users.

While tacit knowledge appears to be simple, it has far reaching consequences and is not widely understood.

Tacit knowledge. (2013, January 28). In Wikipedia, The Free Encyclopedia. Retrieved 07:05, February 18, 2013 ]

Es ist alles ganz einfach: Raus aus der faulen Haut, menscheln, Themen und Inhalte austauschen, etwas tun (auch was Gudes). Das hat weitreichende Konsequenzen. Ich beispielsweise habe 2005 mit dem Bloggen begonnen, mich von der IT weg entwickelt, bin auf BarCamps gegangen, habe Public Relations studiert und bin jetzt „irgendwie jemand anderes“ – auch wenn ich noch derselbe bin…

Es ist wie mit dem Apfel und der Schwerkraft. Ich verstehe das nicht wirklich und komplett, aber es funktioniert :-)

Fotos

Ich habe ein paar wenige Fotos gemacht und sie in einem Fotoalbum auf Flickr abgelegt.

BTW: Für das Einbinden der Fotos im WordPress-Blog benutze ich das Plugin Awesome Flickr Gallery (WordPress Plugin Page). Die Frage nach Plugins kam während eines Workshops hoch ;-)

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