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Markdown-Editoren: WriteMonkey

Markdown-Texte zu schreiben ist einfach. Dazu reicht ein Texteditor wie Notepad oder sogar Vim oder EDLIN. Inzwischen gibt es viele Markdown-Editoren. Es gibt sie als Software für Windows/MacOS/Linux, als App für Mobil-Betriebssysteme wie iOS und Android sowie als App im Microsoft Windows Store. Markdown-Editoren stellen im Gegensatz zu reinen Texteditoren spezielle Funktionen für das Schreiben mit Markdown zur Verfügung.

Gelegentlich erhalte ich Hinweise auf weitere Markdown-Editoren. Deswegen schrieb ich den Artikel am 10.10.2016 grundlegend. Ich arbeite die Hinweise in den Artikel jetzt ein. Letztes Update 10.10.2016.

„Gute“ Markdown-Editoren

Gute Markdown-Editoren sollten für mich folgendes können:

  • Syntax-Hervorhebung durch entsprechende Formatierung des Textes beim Schreiben (beispielsweise eine Hervorhebung von Links, Überschriften im Editor).
  • Syntax-Vervollständigung (optional): Beispielsweise wird bei Eingabe einer öffnenden eckigen Klammer gleich eine schließende eckige Klammer hinzugefügt (optional, weil ich für Markdown normalerweies nicht wirklich viele Markups benötige).
  • Automatisches Hinzufügen eines Aufzählungszeichens beim Einfügen einer Zeile in einer Liste.
  • Vorschau des Textes als komplett formatierten Textes, wie er beispielsweise in einer Website aussehen würde (entweder Live oder auf Klick).
  • Exportieren des Markdown-Textes als Markdown und HTML sowie optional in weiteren Formaten wie RTF (Zwischenablage oder Datei)
  • Ablenkungsfreies Schreiben: Vollbilddarstellung, keine Symbolleisten, keine Titelleiste, möglicherweise sogar mit „Typewriter-Modus“ (der aktuelle Absatz oder sogar die aktuelle Zeile wird auf dem Display vertikal zentriert).
  • Unterstützung eines Zeichen-, Wort-, Zeilen-, Seitenzählers, der optional auch in der Fußzeile angezeigt wird (ansonsten aber jedenfalls als „Pop-up“).
  • Unterstützung eines Zielmodus, für den man ein Ziel angibt, wie viele Zeichen oder Wörter man in dem jeweiligen Dokument oder am Tag schreiben möchte.

Ansonsten gute Editoren wie der von mir sehr geschätzte FocusWriter (der ein sehr guter Editor fürs Ablenkungsfreie Schreiben ist) sind daher für mich keine wirklichen Markdown-Editoren.

Synchronisierung

Ein besonderer Punkt ist die Synchronisierung der Markdown-Dateien. Die Synchronisierung kann entweder über das Dateisystem erfolgen (indem man beispielsweise die Dateien in einem Dropbox-Ordner oder OneDrive-Ordner ablegt) oder das kann durch einen eigenen Synchronisierungsdienst erfolgen. Das schöne Einfache an Markdowndateien an sich ist ja eben, dass man sie auf einem anderen Gerät mit einem einfachen Editor bearbeiten kann. Inzwischen gibt es ein paar Online-Editoren, die eine Synchronisierung beispielsweise über Dropbox ermöglichen. Ein Szenario sieht also so aus: Ich bearbeite eine Markdowndatei auf dem Mac mit Byword (s.u.), später mal im Browser mit einem Online-Editor und dann auch noch auf dem Windows-Notebook mit …? Genau: Eigentlich bin ich auf der Suche nach einem guten Markdowneditor für Windows. Und jetzt schreibe ich einen Artikel über Markdown-Editoren.

Verschlüsselung

Bei der Synchronisierung kann es bei starken Sicherheitsansprüchen zu einer Herausforderung kommen: Normale Textdateien sind bei der Synchronisierung über einen Anbieter wie Dropbox, Microsoft oder Box für den Anbieter einsehbar. Zwar gibt es Lösungen wie Boxcryptor, die funktionieren allerdings nicht bei der Benutzung eines Online-Markdown-Editors wie StackEdit. Wer wirklich sicher und verschlüsselt mit Markdown arbeiten möchte, der wird auf keinen Online-Markdown-Editor setzen. Eine weitere Möglichkeit der Synchronisierung (neben Drittanbieter wie Boxcryptor für Public-Cloud-Anbieter) ist eine eigene „Cloud“. Ich benutze Owncloud auf meinem „Network Attached Storage„-Server (NAS-Server) in der Wohnung, die Synchronisierung erfolgt ausschließlich mit HTTPS.

Markdown-Editoren für Mac oder iPad habe ich hier etwas vernachlässigt, da ich seit kurzem wieder ein Windows-Notebook habe und mit Byword und iA Writer sehr zufrieden bin.

Ich habe inzwischen mehrere Markdown-Editoren mehr oder weniger intensiv benutzt oder kurz angetestet. Einige davon stelle ich hier vor. Ich hatte mich bei der ersten Veröffentlichung des Artikels auf kostenlose Markdown-Editoren beschränkt, wobei es bei einigen davon eine Kauf- oder Abonnement-Version gibt. Inzwischen habe ich jedoch Editoren aufgenommen, die es nur gegen Bezahlung gibt.

Software

In alphabetischer Sortierung.

Byword (MacOS, iOS)

Auf dem Macbook Air benutze ich Byword als Markdown-Editor, der fast alle meine Anforderungen erfüllt. Allerdings gibt es ihn nur für MacOS und iOS. Meine Markdowndateien kann ich – weil Markdowndateien eben nur Textdateien sind – aber auch auf meinem Windows-Notebook bearbeiten.

Haroopad (Windows, MacOS, Linux)

Markdown-Editoren: Haroopad

Markdown-Editoren: Haroopad

Haroopad gibt es als Programm für verschiedene Betriebssysteme. Unter Windows wird er im Benutzerverzeichnis installiert.

  • Export als HTML und PDF
  • Live-Vorschau einspaltig, zweispaltig oder dreispaltig
  • Zeilen- und Wortzähler
  • Markdown Autocompletion
  • Markdown Syntax Helper
  • Verschiedene Themes
  • CSS-Angaben lassen sich bearbeiten beziehungsweise in unterschiedlichen Einstellungen abspeichern

Der Editor ist nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut.

iA Writer (MacOS, iOS, Android)

Der iA Writer ist ebenfalls ein zuverlässiger Markdown-Editor. Ich habe noch eine ältere Version, die mir völlig ausreicht.

LightPaper (MacOS)

Jens Boje nutzt ihn als Notizapp: „Übersichtliches Design und die Markdownunterstützung ist ok.

LightPaper kostet 17,84 USD (Stand 10.10.2016).

MacDown (MacOS)

KP Frahm weist mich auf Twitter auf MacDown hin.

MacDown is an open source Markdown editor for OS X, released under the MIT License.

MarkdownPad (Windows)

Markdown-Editoren: MarkdownPad2 (Source: MarkdownPad)

Markdown-Editoren: MarkdownPad2 (Source: MarkdownPad)

Markdownpad ist ein klassisches Windowsprogramm wie WriteMonkey – und sieht ziemlich altbacken aus. Er beherrscht HTML- und PDF-Export, eine Live-Vorschau. Es gibt eine Pro-Version für 14,95 USD, die beispielsweise Einschränkungen (welche?) aufhebt oder ein Auto-Save kann.

Für mich kam MarkdownPad aufgrund der Oberfläche nicht in Frage, außerdem crashte die Vorschau ständig.

Markdown Pro (Mac)

Guybrush Threepwood empfiehlt auf Twitter Markdown Pro:

MarkPad (Windows, Windows Store App)

Markdown-Editoren: MarkPad

Markdown-Editoren: MarkPad

Ein einfacher Markdown-Editor mit Live-Vorschau. Der Modus fürs Ablenkungsfreie Schreiben blendet nur die Vorschau aus. Wer sonst nichts braucht, okay.

MWeb (MacOS)

Tipp von Jens Boje: „Markdownunterstützung war gut, konnte auch in docx exportieren, hat taging für Notizen und Unterstützung fur static site Generatoren.“ (14.09.2016)

MWeb kostet 14,99 USD (Stand 10.10.2016)

SmartDown II (Windows)

Tipp von Stephan Lamprecht: SmartDown II – wenig bekannter Markdown-Editor für Windows .

Typora (Windows, MacOS, Linux)

Tipp von Stephan Lamprecht: Typora – wirklich schöner Markdown-Editor für Windows .

Ulysses (MacOS, iOS)

Michael Greth meint auf Facebook, für ihn sei Ulysses (MacOS/iOS) der perfekte Markdown Editor.

Write!: (Windows, Mac, Linux)

Ein innovativer Editor fürs Ablenkungsfreie Schreiben (Windows), der Markdown insofern unterstützt, als dass er Markdown sofort ins WYSIWY konvertiert. Der Editor kostet einmalig 24,95 USD und beinhaltet eine Synchronisierung über eine eigene Cloud für ein Jahr. Anschließend kostet ein Abonnement für die Synchronisierung über die Cloud 4,95 USD jährlich. Siehe („Write! Is No Longer Subscription-Based„.

Write! kann jedoch auch zum Bearbeiten von Dateien im Dateisystem genutzt werden.

Inzwischen benutze ich Write! neben WriteMonkey gerne zum Schreiben, auch in Markdown.

WriteMonkey (Windows)

Markdown-Editoren: WriteMonkey

Markdown-Editoren: WriteMonkey

Auf meinem Windows-Notebook nutze ich WriteMonkey, der für mich noch einiges mehr als Byword kann. Die Hervorhebung von Markdown könnte etwas besser sein (beispielsweise Fett zwischen zwei Sternchenpaaren sollte auch fett angezeigt werden).

  • Wort- und Zeichenzähler
  • Überschriftennavigation
  • Auto Save
  • Plugins (beispielsweise Lorem-Ipsum-Generator, Pomodoro-Timer), allerdings nur gegen eine finanzielle Unterstützung
  • Export in Word, HTML (Datei und Zwischenablage)
  • Zieldefinition und Fortschrittsanzeige
  • Umfangreiche Konfiguration wie Schriften, Farben, Hintergründen, Fußzeile
  • Wörterbücher
  • Konfigurierbare Nachschlagelinks für Online-Sites wie Wörterbücher, Wikipedia
Markdown-Editoren: WriteMonkey Progress

Markdown-Editoren: WriteMonkey Progress

Das Ablenkungsfreie Schreiben funktioniert mit ihm wirklich super, aber – wie soll ich sagen – der Editor ist nicht wirklich „sexy“ unter Windows 10. Das kann ich gut verkraften, denn ich mag ihn wirklich. Allerdings braucht er irgendwie jedes Mal recht lange zum Starten. Und das ist nervig, wenn ich „mal schnell“ zwei oder drei Dateien bearbeiten möchte.

Iztok Stržinar, der Autor von WriteMonkey, arbeitet derzeit an Version 3, die es für Windows, Mac und Linux geben wird.

WritePlus (Windows Store App)

Markdown-Editoren: Writeplus

Ein einfacher Editor, der erst mit In-App-Kauf ($) für mich wesentliche Funktionen freischaltet:

  • Wortzähler ($)
  • Wörterbuch und Thessaurus ($)
  • Export nach Word, PDF, HTML ($)
  • Entfernen von Werbeeinblendungen im Menü ($)
  • Keine Vorschau

Eine Enttäuschung, der notwendige In-App-Kauf ist unnötig, weil es viel bessere kostenlose Markdown-Editoren gibt.

Auf ein Wort zu Windows Store Apps

Markdown-Editoren: Windows Store

Markdown-Editoren: Windows Store

Die Suche und Versuche dazu waren ernüchternd. Ich habe keinen Markdown-Editor gefunden, der nach meinen Ansprüchen diese Bezeichnung verdient.

Software und Online

Laverna (Online, MacOS, Windows)

Markdown-Editoren: Laverna

Markdown-Editoren: Laverna

Ein sehr aktives Open-Source-Projekt. Laverna bietet verschiedene Notizbücher, die Notizen werden mit Markdown geschrieben. Sogar Aufgaben gibt es (was ich aber noch nicht probiert habe). Die Synchronisierung erfolgt entweder über einen Dropbox-Ordner oder über RemoteStorage. Die Daten können verschlüsselt werden, damit können weder Dropbox oder ein RemotStorage-Anbieter reinschauen. Die Ablage erfolgt mit Markdown-Dateien und mit zusätzlichen Metadaten-Dateien. Import und Export der Laverna-Daten über z.B. json ist möglich.

Laverna gibt es im Browser und als Apps für Linux, MacOS, Windows. Eine Android-Version soll es bald auch geben. Weiterhin ist es möglich, Laverna selbst zu hosten.

Was mir da noch fehlt, ist ein einfacher Export einer Notiz als HTML (entweder als Datei oder über die Zwischenablage). Momentan geht es nur, indem man in der Vorschau den Text mit der Maus markiert und dann in die Zwischenablage kopiert. Bei langen Texten ist das umständlich. Außerdem gibt es keine Möglichkeit, ein Markdown-Dokument außerhalb von Laverna zu öffnen oder zu speichern.

Eine vielversprechende Lösung, die nicht meine Ansprüche erfüllt, die ich aber im Auge behalten werde.

Wer eine Möglichkeit für Journal-Writing oder für ein Tagebuch sucht, der sollte sich Laverna einmal anschauen.

Simplenote (Online, Windows, MacOS, iOS, Android)

Markdown-Editoren: Simplenote

Markdown-Editoren: Simplenote

Notes, ganz einfach. Eigentlich sind es nur Textnotizen. Allerdings werden die Notizen auf den Simplenoteservern mit Apps zwischen vielen Plattformen synchronisiert, und es gibt eine Versionsführung der einzelnen Notizen.

Simplenote gibt es im Browser (mit eingeschränkten Markdown-Fähigkeiten) sowie als Apps für iOS, Android, MacOS. Einzelne Notizen können an andere Notes-Accounts freigegeben werden (indem man deren Registrierungsemail als Schlagwort angibt).

  • Vorschau durch Umschalten zwischen Editor und Vorschau
  • Jedes Dokument muss einzeln in den Markdown-Modus geschaltet werden (Öffnen des Info-Zeichens)
  • Wort- und Zeichenzähler
  • Teilen eines Dokuments mit einem Simp.ly-Links, jeder mit dem Link kann das Dokument dann betrachten

Vor einiger Zeit bereits übernahm Automattic Simplenote. Seitdem gibt es nur gelegentlich eine Änderung, aber Simplenote ist weiterhin sehr stabil.

Für mich ist das also kein wirklicher Markdown-Editor, aber es ist eine einfache Lösung mit Synchronisierung zu Mobilgeräten. Markdown wird allerdings nach meiner Erinerung nur im Browser unterstützt.

Online-Editoren

Dillinger (Online)

Markdown-Editoren: Dillinger

Markdown-Editoren: Dillinger

Dillinger ist ein fähiger Online-Editor für Markdown mit einem gutne Kern-Editor und erinnert mich an StackEdit. Keine Registrierung, ebenfalls einfach loslegen.

  • Synchronisieren („Link“) mit Dropbox, Github, Google Drive, OneDrive
  • Exportieren als HTML, Styled HTML, Markdown, PDF
  • Speichern nach und Importieren von den vier oben genannten Diensten
  • Wortzähler

Dillinger ist ein sehr guter Online-Editor und unterscheidet sich nur kaum von StackEdit. Dillinger ist Open Source und wird aktiv weiterentwickelt.

Draft (Online)

Markdown-Editoren: Draft

Markdown-Editoren: Draft

Der Kern-Editor von Draft ist nicht ganz so gut wie der von Markable.in oder von StackEdit. So gibt es zwar eine Vorschau, allerdings fehlt eine Syntax-Hervorhebung. Dafür aber verfolgt Draft ein interessantes Konzept: Das Arbeiten mit und an Entwürfen. Explizite „Hauptentwürfe“ können gespeichert werden. Entwürfe können von anderen überarbeitet und mit Verbesserungsvorschlägen versehen werden. Man bekommt einen Link, den man (auch per Email direkt aus Draft heraus) weitergeben kann:

Anyone with this link can see and edit your document. You’ll get an email alert to accept or reject their changes.

Auch komplette Ordner können geteilt werden. Diese „Team Folders“ ermöglichen sogar Diskussionsstränge („discussion threads“), um sich über die Dokumente auszutauschen. Die Original-Dokumente selbst bleiben unangetastet, bei Änderungen gibt es wieder neue Versionen, deren Änderungen Sie akzeptieren können – oder auch nicht.

Das Importieren und Exportieren von Dokumenten erfolgt mit Filestack (ehemals Filepicker) in einem Pop-Up mit den Optionen Computer, Dropbox, Google Drive, Evernote, Box, FTP. Das Importieren bei Dropbox, Evernote, Box, Google Drive ist nicht nur ein Laden des Dokuments, anschließend werden Änderungen auch synchronisiert.

Markdown-Editoren: Draft Filepicker

Markdown-Editoren: Draft Filepicker

Eine Funktion, die ich noch nicht ausprobiert habe, verspricht:

Draft has a magic „Ask a Professional“ button. One click, and you can send whatever you’re working on (Christmas letter, cold email to a potential customer, blog post, etc.) to a staff of reviewers to get suggested edits.

Weitere Funktionen von Draft:

  • Kommentare
  • Anlegen eines Dokuments per Email (jeder Account hat eine geheime Email-Adresse @draftin.com)
  • Veröffentlichen von Dokumenten beispielsweise auf WordPress, Tumblr, Linkedin, Mailchimp, Svbtle, Ghost, Basecamp
  • „Hemmingway Mode“: Sie können nichts löschen, nicht im Dokument blättern, nur schreiben
  • „Image Hosting“: Sie können Bilder zu den Dokumenten hinzufügen, die dann von Draft gehostet werden
  • Wörter und Zeichen für das aktuelle Dokument zählen
  • Ein ganzer Statistikbereich mit Grafiken und Auswertungen zu Anzahl der Wörter pro Tag, Wörter pro Stunde am Tag und vielem mehr.
  • „Draft Sites“ legen eine Subdomain für einen Ordner an (beispielsweise „.withdraft.com“

Die Registrierung bei Draft ist kostenlos, für ein Abonnement (39,99 USD/Jahr) gibt es den Zugang zu einer Community mit anderen Autoren, 20 Prozent Rabatt für Profi-Dienste, Webcast und weitere Angebote.

Markdown-Editoren: Draft Entwurf

Markdown-Editoren: Draft Entwurf

Draft bietet sehr viele Möglichkeiten, zwar nicht alle, die ich gerne hätte, aber noch viele mehr. Ich bin (scheint das irgendwie irgendwie durch bei meinem Schreiben?) ziemlich begeistert. Draft hatte ich vor einigen Monaten zuletzt ausprobiert und danach wieder vergessen. Jetzt ertappe ich mich dabei, dass ich diesen Text (den ich derzeit in WriteMonkey bearbeite) in Draft laden möchte …

Draft ist übrigens von Nathan Kontny, dem CEO von Highrise.

Hashifiy.me (Online)

Markdown-Editoren: Hashify

Markdown-Editoren: Hashify

Ein eher spartanischer Markdown-Editor. Er bietet neben einer Vorschau in der rechten Browser-Hälfte eigentlich keine zusätzlichen Funktionen. Man ruft die Startseite unter hashify.me auf und bekommt den Editor. Plötzlich zeigt der Browser eine neue Adresse an, die man auch teilen kann. Auch einen Bitly-Link gibt es. In einem anderen Browser aufgerufen scheint es eine Kopie zu sein. Gemeinsames Editieren wie bei einem Etherpad gibt es nicht.

Markable.in (Online)

Markdown-Editoren: Markable.in (Source: Markable.in)

Markdown-Editoren: Markable.in (Source: Markable.in)

Markable.in ist ein Online-Markdown-Editor, der nach der kostenlosen Registrierung einen sehr guten Kern-Editor bietet. Zusätzlich gibt es:

  • Versionen von Texten
  • Import von Evernote, Dropbox und HTML-Dateien
  • Exportieren nach HTML, Markdown, PDF, Word
  • Speichern in Evernote und Dropbox
  • Auf Tumblr veröffentlichen

Leider gibt es keine Synchronisierung sondern „nur“ Import und Export. Der Editor scheint auch keinen Offline-Modus zu unterstützen – was im Übrigen auch keiner der Online-Markdown-Editoren zu unterstützen scheint.

StackEdit (Online)

Markdown-Editoren: StackEdit

Markdown-Editoren: StackEdit

StackEdit kann ohne Registrierung genutzt werden. Mit 5 US-Dollar pro Jahr gibt es die Registrierung. Ohne Registrierung kann ich jedoch nicht erkennen, welche zusätzlichen Funktionen es gibt. Der Online-Editor hat einen sehr guten Kern-Editor (d.h. Vorschau, Syntax-Hervorhebung).

  • Importieren vom beziehungsweise Exportieren ins Dateisystem
  • Importieren von URL
  • Synchronisieren mit Dropbox, GoogleDrive, CouchDB
  • Veröffentlichen auf Tumblr, WordPress, Github und weiteren Plattformen

StackEdit ist ein sehr guter Online-Editor.

Fazit

Keiner der Markdown-Editoren ist für mich wirklich perfekt, aber ich habe Favoriten.

Online-Editoren haben meistens einen sehr guten Kern-Editor (z.B. Syntax-Hervorhebung, Vorschau), dafür fehlt es ihnen oft an zusätzlichen Features, die ich gerne hätte (wie Ablenkungsfreier Modus, Zähler, Zielmodus).

Die klassischen Windows-Programme sind manchmal träge und von der Oberfläche her ziemlich altbacken. Windows Store Apps könnten da (ähnlich wie die Mac-Apps Byword oder iA Writer) ein flüssigeres und sexy Schreibgefühl vermitteln, aber einen wirklich guten Markdown-Editor habe ich nicht gefunden.

Meine Favoriten:

  • Online: Draft und StackEdit
  • Windows: WriteMonkey
  • MacOS und iOS: Byword

Windows, MacOS und iOS

Dokumente, die ich auf gar keinen Fall in einer Public Cloud wie bei Dropbox oder Google Drive haben möchte, lege ich in ein mit meiner Owncloud synchronisiertes Verzeichnis. Ich bearbeite sie dann mit WriteMonkey (Windows) oder mit Byword (Mac, iOS). Das trifft auch oft auf Markdown-Dokumente bei bestimmten Kundenprojekten zu, denn die liegen im zugehörigen Projektordner, der in keinem Public-Cloud-Verzeichnis liegt. Es gibt allerdings auch in dieser Beziehung unkritische Projekte, da synchronisiere ich die Dateien schon mal über Google Drive oder Dropbox.

Online

Unkritische Markdown-Dokumente liegen bei mir schon einmal in der Dropbox. Dropbox ist nun einmal der beste Nenner, wenn es um App- oder Online-Anbindung geht. Und für solche unkritische Dateien werde ich zukünftig vielleicht Draft oder StackEdit benutzen. Draft bietet auch eine sehr gute Möglichkeit mit anderen an einem Dokument zu arbeiten (insbesondere ohne einen Account haben zu müssen). Andererseits kann nicht jeder mit Markdown schreiben, dann kann ich auch ein Google Dokument benutzen. Wo bei dort das gemeinsame Überarbeiten sehr, sehr schnell unübersichtlich wird. Was wiederum für Draft spricht. Oder möglicherweise doch für eine Kombination von Microsoft Word und Word Online. Denn mit Word Online kann man ebenfalls gemeinsam parallel ein Dokument bearbeiten und kommentieren. Und mit installiertem Work kann man ebenfalls gemeinsam parallel ein Dokument bearbeiten und mit „Überprüfen“ auch Änderungen annehmen oder ablehnen. Aber es ist dann eben kein Markdown, was doch so schön einfach ist.

Das Markdown-Leben ist kompliziert.

Weitere Links

Hier sind noch ein paar Links wie zu Editoren und Vergleichsartikeln.

Enjoy!

Vor kurzem entdeckte ich Simplenote als Notizbuch wieder. Nachdem mein Account nach ein Versuchen vor ein paar Jahren brach lag probierte ich Simplenote noch einmal aus. Und weil es so einfach ist, benutze ich Simplenote wieder.

Als Notizbuch benutze ich seit ein paar Jahren Evernote. Doch inzwischen sind die Apps Schwergewichte, die nicht mal so schnell nebenbei benutzbar sind – zumindest für mich. Deswegen benutze ich jetzt Simplenote für kurze schnelle Wegwerfnotizen. Beispielsweise rufe ich Simplenote auf, um Social Media-Updates für Kunden vorzubereiten. So wie etwa auf Konferenzen, wo ich für den Veranstalter Notizen mache, die ich kurz darauf in einern ruhigen Minute zu Updates auf Twitter oder Facebook vorbereite (oder als Bildunterschrift). Ich sammle während eines Vortrags Links, Artikel, Zitate und verarbeite sie dann später auch für Blogartikel.

Oder ich nutze Simplenote als simplen Editor, um dort Facebook-Updates oder Kommentare für Blogs zu schreiben. Damit erspare ich mir das kleine Eingabefeld im Browser und kann außerdem in aller Ruhe per Copy & Paste den Satzbau umstellen. Die Roh-Notiz werfe ich dann meistens anschließend weg.

Das Fantastische an Simplenote ist tatsächlich seine Einfachheit: Text eingeben, editieren, fertig. Und wenn ich das auf meinem Smartphone, Tablet, Mac, Windows-PC mache, dann habe ich den Text sofort auf allen anderen Geräten. Also beipielsweise schnell ein Zitat im iPad einfangen, und per Copy & Paste auf dem Macbook rüber in den WordPress-Editor. Oder in Hootsuite zum Posten auf Twitter und Facebook. Oder beides.

Wenn mir auf der Konferenz bei der Organisation etwas auffällt, dann notiere ich mir das und kopiere es später in das Tool (z.B. Podio) meiner Wahl (oder der Wahl des Kunden).

Simplenote gibt es im Browser und als App für Mac, iOS, Android und Kindle. Außerdem gibt es einige Apps von anderen Anbietern. Auf Windows benutze ich beispielsweise ResophNotes. Durch das Taggen mit einer Email-Adresse erhält der Empfänger eine Email mit einem Link. Ohne Registrierung kann der Empfänger sich die Notiz betrachten, mit einem Simplenote-Account kann er sie bearbeiten. Aber anstelle „Share“ gibt es noch „Publish“ für jede Notiz. Damit gibt es einen Kurzlink, und jeder kann die Notiz sehen (beispielsweise meine Notiz für den Post in der Facebook-Gruppe Maui Social Media User Group)

Simplenote

Simplenote ist seit letztem Jahr Teil von Automattic (zu denen auch beispielsweise WordPress und Gravatar gehört). Nach der Übernahme gibt es keine Unterscheidung zwischen einem kostenlosen und einem Premium-Account mehr – und damit auch keine störende Werbung.

Probieren Sie es einfach aus. Es ist wirklich einfach:

Simplenote

Effizient schreiben mit Markdown

Regelmäßig schreibe ich Texte auf verschiedenen Geräten. Seit einiger Zeit verwende ich Editoren, die Markdown unterstützen. Damit geht das Texten schneller und einfacher als mit aufgeplusterten Alleskönner-Editoren. Denn im Gegenzug dazu brauche ich für Markdown-Editoren nur die Tastatur und ein paar kleine Syntaxregeln. Der Lohn ist schnelleres und konzentrierteres Schreiben.

Plattformnemesis

Meine digitale Officeumgebung setzt sich aus Geräten verschiedener Hersteller mit unterschiedlichen Betriebssystemen und in unterschiedlichen Größen zusammen. Vielen geht es mittlerweile ähnlich. Da ein Windowsrechner oder ein Macbook, dort ein Smartphone oder ein Tablet – und manche haben so wie ich alle Kombinationen. Dazu kommt neben der privaten noch die berufliche digitale Umgebung.

Doch oft genug, wenn Sie den Text vom Vortag brauchen, ist der auf einem anderen Gerät in einem anderen Format. Sicherlich gibt es Dateisynchronisierungsdienste wie Dropbox oder SugarSync, doch ausgerechnet dann haben Sie das benötigte Textverarbeitungsprogramm nicht auf dem Gerät, an dem Sie jetzt sitzen (oder das Sie in der Hand halten). Wenn Sie überhaupt im Büro auf Ihre Dropbox zugreifen können (klar, der Browser…). Und beim Kopieren über die Zwischenablage erhalten Sie die unglaublichsten Formatierungen. Der größte gemeinsame Nenner ist eine Textdatei, denn die lässt sich auf allen Geräten bearbeiten. Alles, was Sie dazu benötigen, ist ein puristischer Texteditor und eine Tastatur. Einmal in einer Textdatei geschrieben lässt sich der Text in verschiedene Zielformate exportieren.

Formatierungen

Aber wozu gibt es bei Word, LibreOffice und Kollegen schließlich die netten Symbolleisten zur Formatierung? Diese Symbole in den Leisten sind wichtig, damit Sie beispielsweise

  • Textstellen hervorheben können,
  • Links setzen können und
  • Aufzählungslisten erstellen können

Byword (iPad)

Doch das geht nicht nur mit den mächtigen Textverarbeitungsprogrammen. Bevor es grafische Benutzeroberflächen gab verwendete man bereits textliche Auszeichnungssprachen. Mit den Auszeichnungssprachen werden im Text Anweisungen beispielsweise für spätere Druckformatierungen hinterlegt. So erstellte ich in den Achtzigern bei IBM am Terminal umfangreiche Dokumente für Datenmodellierung und Prozessmodellierung. Dazu werden die entsprechenden Kommandos direkt im Text geschrieben (dieses Wort jetzt fett, das hier kursiv, jetzt eine Aufzählungsliste…). Für die Ausgabe werden die Kommandos interpretiert und der Text wird entsprechend dargestellt.

Heutzutage ist HTML eine der wichtigsten Auszeichnungssprache. Nahezu jede Seite im World Wide Web wird als HTML an den aufrufenden Browser übergeben. HTML könnten auch Sie in jedem Texteditor Artikel schreiben und darin Textformatierungen vornehmen. Doch HTML ist für das schnelle Schreiben viel zu umständlich und kompliziert.

Markdown

Als eine einfache Möglichkeit, um Texte zu formatieren, haben John Gruber und Aaron Swartz Markdown “erfunden”. Diese einfache Sprache können Sie sehr schnell lernen. Im Alltag benötige ich nicht mehr als zehn unterschiedliche Anweisungen und schreibe damit umfangreiche Texte. Mit Markup können Sie schnell Texte schreiben und darin Formatierungen vornehmen.

Markdown ist eine vereinfachte Auszeichnungssprache, die von John Gruber und Aaron Swartz entworfen wurde. Ein Ziel von Markdown ist, dass schon die Ausgangsform ohne weitere Konvertierung leicht lesbar ist. Als Auszeichnungselemente wurden daher vor allem Auszeichnungsarten verwendet, die in Plaintext und E-Mails üblich sind.

[ Seite „Markdown“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. März 2013, 11:53 UTC. (Abgerufen: 29. März 2013, 16:32 UTC) ]

Sie erstellen Markdown-Texte mit einem Markdown-Editor und können Sie über die Zwischenablage als formatierten Text in einem Content Management System (beispielsweise einem Blog) ganz einfach einfügen. Editoren wie Byword exportieren aber auch beispielsweise in PDF, RTF, Word und sogar LaTeX.

Markdown-Editoren

Es gibt verschiedene Markdown-Editoren von kostenlos bis kostengünstig für alle Plattformen. Ich benutze Markdown-Editoren auf meinem MacBook, meinem Windows-Rechner, meinem iPad, meinem iPhone und meinem Android-Smartphone.

  • Kein Wechsel von Tastatur zu Maus und zurück (oder von der virtuellen iPad-Tastatur zum Display und zurück). Sie tippen, sonst nichts. Damit sind Sie automatisch viel schneller als im ständigen Wechsel.
  • Auf Tablets und Smartphones haben Sie den Editor sowieso immer im “Volltextmodus”, die Editoren für Mac oder Windows sind auf das Arbeiten im Volltextmodus ausgelegt.
  • Die meisten Markdown-Editoren blenden sogar die Menüzeile aus
  • Damit fokussieren Sie sich immer auf den Text und dessen Inhalt. Keine Ablenkung, kein Herumspielen.

Viele Markdown-Editoren gibt es für mehrere Plattformen. Für den Einstieg liefere ich Ihnen eine Auswahl von günstigen Markdown-Editoren:

  • Writing Kit (iPad), kommerziell für wenige Euro
  • FocusWriter (Mac, Windows, Linux), kostenlos (Nachtrag: FocusWriter ist nur ein „Distraction Free Editor“, kann aber kein Markdown)
  • WriteMonkey (Windows), kostenlos
  • Byword (Mac, iPad), kommerziell für wenige Euro
  • iA Writer (Mac, iPad, iPhone), kommerziell für wenige Euro
  • Nachtrag: Draft (Online), kostenlos, ermöblicht auch gemeinsames Bearbeiten

Die Editoren fallen in die Kategorie Distraction Free Writing. Ziel ist das ablenkungsfreie Schreiben (oder auch Produktivität).

Bloggen mit Markdown

Ich schreibe viele Texte wie diesen zunächst in der Markdown-Syntax. Auf dem iPad und dem Mac benutze ich Byword, auf dem Windows-Rechner WriteMonkey. Einen Text bearbeite ich auch wechselnd auf verschiedenen Geräten. Dabei greife ich von allen Anwendungen auf ein Dropbox-Verzeichnis zu.

Irgendwann gelange ich zur Überzeugung, dass der Text fertig oder fast fertig ist. Ich kopiere dann den HTML-Quelltext in die Zwischenablage und füge ihn anschließend im Blogeditor ein. Das kann auf dem iPad sein (dort benutze ich Blogsy oder die WordPress-App) oder dem MacBook oder dem Windows-Rechner (dort benutze ich den Editor im WordPress-Backend).

Bei längeren Texten verwende ich mit dem iPad das Apple Wireless Keyboard. Dann geht das Editieren wesentlich flüssiger als mit dem virtuellen Keyboard des iPads, doch diese Tastatur ist sperrig für unterwegs. Das Logitech Ultrathin steht auf meinem Wunschzettel :-)

Da ich also auf unterschiedlichen Plattformen vorschreibe ist Markdown optimal, um später auch Auszeichnungen wie Fett, Listen, Links via HTML mit in den Editor des Content Management Systems (CMS) zu übernehmen. Komplexe Dinge wie Fotogalerien mache ich immer am Schluss im Zielsystem.

Wer immer direkt, beispielsweise von seinem Desktoprechner aus, im CMS editiert, für den ist einerseits kein Markdown nötig. Andererseits ermöglicht Markdown das stressfreie und auf den Inhalt orientierte Erstellen von Texten.

Gespräche

Die Anregung zu diesem Blogartikel kam zuerst durch ein Status Update von Marcel Weiss:

Ich blogge zunehmend nur noch mit dem iPad.

In dem Kommentar-Thread äußerte ich, ich würde Texte auf dem iPad mit Byword schreiben und den Inhalt später als HTML-Quelltext in den Blog-Editor (beispielsweise Blogsy) kopieren.

Später habe ich dann noch nachgefragt

Dort können Sie weitere Argumente und Hinweise nachlesen wie die von Franziska Köppe aka @_fk75. Franziska benutzt Markdown für das Redaktionssystem Redaxo.

Screenshots

Auf Flickr gibt es ein Fotoalbum mit ein paar Screenshots, wie Markdown in den Editoren aussieht.

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Dieser Artikel als Markdown

Dieser Artikel als Markdown-Datei (ohne Fotos)