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Google-Kalender: Gesamtsicht

Der Google-Kalender ist ein wichtiger Baustein für meine Officeorganisation. Aber auch für mein „Privatleben“ ist er unverzichtbar. Das Praktische ist eben gerade, dass der Google-Kalender unterschiedliche Kalender mit einstellbaren Rechten bietet. Somit gibt mir der Google-Kalender einen guten Überblick über verschiedene Kontexte (beruflich, privat, hobbymäßig) und die Möglichkeit, Termine mit anderen zu planen.

Jeder Google-Kalender lässt sich je nach Bedarf ein- oder ausblenden und mit verschiedenen Einstellungen versehen.

Meine Frau und ich haben einen gemeinsamen Kalender für gemeinsame Termine. Wir beide können so einen gemeinsamen Termin planen und eintragen, auch wenn der andere gerade nicht da ist. So werde ich beispielsweise Kinokarten für Spectre holen und dann die Kinoveranstaltung in unseren MuF-Kalender eintragen. Da wir uns unsere persönlichen Kalender gegenseitig freigegeben haben, sehen wir auch jeweils, ob der andere Zeit hat. Meine Konferenzen im separaten „Public“-Kalender sieht Manuela ebenfalls.

Kalenderbeispiele

Meine Kalender

  • Frank Hamm: Mein persönlicher Kalender mit Terminen, die ich fest belege. Meine Frau hat Schreibrechte darauf, alle anderen sehen lediglich die (Nicht-)Verfügbarkeit.
  • Public: Mein öffentlicher Kalender, dessen Details ich freigegeben habe. Das sind beispielsweise Veranstaltungen wie BarCamps oder Konferenzen.
  • Events: In diesem Kalender trage ich Veranstaltungen ein, die mich interessieren, und zu denen ich mich vielleicht kurzfristig entscheide hinzugehen (dann wandern sie in den Public-Kalender) oder die ich eventuell auf Twitter oder im Lifestream verfolgen möchte.
  • MuF (Manuela und Frank): Unser gemeinsamer Kalender. Dort tragen wir gemeinsame Termine wie Kinobesuche, andere Veranstaltungen oder geplante Ausflüge ein.
  • Tasks: Diesen Kalender benutze ich, um mir Zeitscheiben für bestimmte Tätigkeiten einzuplanen (beispielsweise fürs Bloggen), die nicht zeitkritisch sind. Wenn mir da etwas dazwischen kommt, kann ich die Zeitscheibe für die Aufgabe auch verlegen. Wenn also jemand einen Termin mit mir vereinbaren will, dann stehen Zeiten in diesem „Tasks“-Kalender dafür grundsätzlich auch zur Verfügung.
  • Geburtstage: Google zeigt mir die Geburtstage von Kontakten an.
  • …: Andere Kalender, die ich mit unterschiedlichen Rechten beispielsweise für Kunden anlege.

Weitere Kalender

  • Manuela: Meine Frau hat mir Schreibrechte auf ihren Kalender gegeben. Somit sehe ich nicht nur, dass ich einen Kinobesuch für uns beide einplanen kann (und im Public-Kalender eintrage). Ich kann auch einer Freundin/Bekannten am Telefon sagen, dass meine Frau am Abend leider nicht für ein kurzes Telefonat von drei oder vier Stunden da ist. Auch kann ich als „Assistent“ einen Termin für meine Frau vereinbaren und in ihrem Kalender eintragen (oder ihn löschen, weil jemand anruft und absagt).
  • Deutsche Feiertage: Ein Kalender, den ich lesend abonniert habe.
  • Tag des Jahres: Ein Kalender, den ich lesend abonniert habe. Unerhört wichtig für mich für das Projekt Meine 365 :-D
  • Wochennummer: Ein Kalender, den ich lesend abonniert habe. Ich selbst arbeite nicht mit Kalenderwochen, aber manchmal fragt mich ein Kunde, ob wir in einer bestimmten Kalenderwoche einen Termin vereinbaren können.
  • Toggl: Eine Kalendersicht zu meiner Zeiterfassung mit Toggl. Diesen Kalender blende ich normalerweise aus.
  • …: Weitere Kalender für verschiedene Zwecke und je nach Bedarf.

Meine Kalender in dieser Woche

Google-Kalender: Terminübersicht

Google-Kalender: Terminübersicht

Diese Woche habe ich zwei „Public“-Veranstaltungen im entsprechenden Kalender: Der Webmontag Darmstadt (den ich leider absagen musste) und das EnjoyWorkCamp (inklusive Vorabendevent) in Stuttgart. Dann habe ich noch ein paar feste Termine (in meinem „Frank-Hamm“-Kalender). Dazu gehören beispielsweise das Packen für das EnjoyWorkCamp und die Bahnfahrten nach Stuttgart und zurück. Gerade habe ich übrigens das Joggen für den Freitag morgen gelöscht, weil ich mir in der Bahn nicht extra die Laufklamotten mitnehmen will. Die Bahnfahrten habe ich eben in den „Public“-Kalender verschoben. Darin stehen die Zugnummern, die Gleise, die Zeiten. Falls also jemand im selben Zug ist…

In dem „Tasks“-Kalender habe ich mir für morgen einen Termin zur Vorbereitung einer Präsentation eingestellt. Morgen kommen auch die Katzensitter, die sich bis am Samstag um unseren HerrIdefix kümmern. Am Donnerstag fahre ich meine Frau zum Bahnhof, sie ist dann für ein paar Tage unterwegs.

Diese Woche sind ein paar Geburstage. Das Hotel in Stuttgart habe ich mit Anschrift und Kontaktdaten eingetragen. Der blaue Termin für das EnjoyWorkCamp kommt übrigens aus dem Google+-Event.

Ein Bahn-Rant zwischendurch…

BTW ein Bahn-Rant: Ich finde es total armselig, dass die Bahn nur eine rudimentäre Kalenderdatei für die Zugfahrt anbietet. Darin sind dann zwei Termine: Ein Termin für die Hinfahrt und ein Termin für die Rückfahrt. Seit Jahren schafft sie es nicht, essentielle Informationen wie Platzreservierungen, Umsteigebahnhöfe, -zeiten und -gleise in die Kalenderdatei zu packen. Also suche ich mir jedes Mal wieder die Angaben aus dem Ticket heraus und befülle händisch die Termine. Für die Hinfahrt am Donnerstag beispielsweise sieht der Termin der Bahn „Nackenheim -> Stuttgart“ von 14:36 bis 16:35 Uhr so aus:

Reise: Nackenheim nach Stuttgart Hbf
Datum: 05.11.2015

ab Nackenheim 14:36
an Stuttgart Hbf 16:35

Alle Angaben ohne Gewähr. Fahrplanänderungen vorbehalten. Bitte prüfen Sie kurz vor der Reise den aktuellen Fahrplan unter: www.bahn.de

„Nackenheim -> Stuttgart“ steht sowieso im Termin-Betreff. Datum und Uhrzeiten stehen ebenfalls im Termin. In meinem angepassten Termin steht dann:

ab Nackenheim 14:36, Gleis 1, RB 38749
an Mannheim 15:44, Gleis 7a
ab Mannheim 15:56, Gleis 4, ICE 577, Wg 7 Platz 67 (Gang, Tisch)
an Stuttgart 16:35 Gleis 5

Dass Bahn-Angaben ohne Gewähr sind und Fahrplanänderungen vorbehalten sind, weiß ich als Bahnfahrer seit 1971. Das sind vollkommen unwichtige Informationen. Wichtig und relevant für mich sind meine Reservierungs- und Fahrplandaten. Ja, auch ich benutze die Bahn-App – wenn ich Empfang habe. Und wenn ich mich nicht ärgere, dass die Bahn-App plötzlich wieder eine Suchanfrage nach der Verbindung startet.

Genug gerantet…

MuF – Manuela und Frank

Den MuF-Kalender habe ich freigegeben: Manuela darf Termine ändern, und öffentlich sichtbar sind „Belegtzeiten“ (d.h. die Nicht-Verfügbarkeit).

Google-Kalender: Freigabeeinstellung Verfügbarkeit (MuF)

Google-Kalender: Freigabeeinstellung Verfügbarkeit (MuF)

Public

Der Public-Kalender ist mit allen Details öffentlich sichtbar. Wer auch immer die entsprechende Adresse hat, kann ihn sich ansehen. Dazu gehören dann Termine wie das BarCamp RheinMain in Bingen und der Digital Workplace Day in Berlin.

Google-Kalender: Freigabeeinstellung Details (Public)

Google-Kalender: Freigabeeinstellung Details (Public)

Kalender zur Verfügung stellen

Google-Kalender lassen sich auch einbetten. Damit kann jeder seinen Kalender in einer Website anzeigen. Sinnvoll ist das bei Veranstaltungskalendern oder bei Vorträgen.

Google-Kalender: Kalendereinstellungen + Einbetten (Public)

Google-Kalender: Kalendereinstellungen + Einbetten (Public)

Google rückt dann einen HTML-Quellcode („iframe„) heraus, mit dem der Kalender in einer Website angezeigt wird. Dabei berücksichtigt Google selbstverständlich die Freigabeeinstellungen (z.B. nur Verfügbarkeit oder auch Details). Das Besondere: Diese eingebetteten Kalender lassen sich dahingehend konfigurieren, welche Element und sogar welche Kalender angezeigt werden.

Google-Kalender: iFrame-Einstellungen

Google-Kalender: iFrame-Einstellungen

Je nachdem, welche Optionen (beispielsweise Kalender) ausgewählt sind, verändert sich der iframe-Quellcode. Ich benutze einen solchen iframe-Quellcode für eine Kalenderübersicht auf meiner Website. So sieht es aus, wenn sich jemand anderes die Seite anschaut.

Google-Kalender: iFrame auf Website

Google-Kalender: iFrame auf Website

Wenn jemand einen Termin mit mir vereinbaren möchte, dann schicke ich ihm einen Link zu meiner Kalenderübersicht :-) Das Termine suchen geht dann viel schneller als wenn wir uns ständig Emails hin- und herschicken. Manchmal tut es auch ein schnelles Telefonat, aber eben nicht immer.

Es gibt auch Lösungen wir Calendly, mit denen andere mir direkt eine Terminanfrage senden können. Allerdings habe ich derartige Lösungen in den letzten Jahren allzuoft wieder verschwinden sehen.

Google-Kalender: Calendly

Google-Kalender: Calendly

Google-Kalender mit WordPress

Ein weiterer Vorteil von Google-Kalender ist die Unterstützung beispielsweise durch Plugins für WordPress. Ich habe mich für das Plugin Google Calendar Events entschieden, mit dem ich den Termine aus meinem Public-Kalender beispielsweise auf meinem INJELEA-Blog anzeige auf meinem INJELEA-Blog anzeige.

Google-Kalender: Terminkalender mit WordPress

Google-Kalender: Terminkalender mit WordPress

Was fehlt

Bisher kenne ich keinen Kalender, der diese beiden Funktionen hat.

Erinnerung zum Terminende

Alle Kalender haben die Möglichkeit, Erinnerungen vor dem Beginn des Termins einzustellen. Doch mir fehlen Erinnerungen zum Terminende. Da sitze ich in einem Meeting und habe keinen Folgetermin. Doch das Meeting zieht und zieht sich. Oder es ist unheimlich interessant. Doch ich habe noch ein paar Aufgaben auf meiner Liste. Da fände ich es gut, mich vor dem Ende des Termins an eben solches erinnert zu werden.

Vor-/Nachzeit

Oft habe ich einen Termin außer Haus, zu dem ich eben auch anreisen muss. Nach dem Termin fahre ich wieder zurück. Die Zeit blockiere ich mir derzeit mit eigenen Terminblockern. Damit sehen beispielsweise meine Frau oder Geschäftspartner in ihrer jeweiligen Ansicht, dass ich beschäftigt bin. Verschiebt sich jedoch der Auswärtstermin, dann muss ich daran denken, die blockierten Zeiten manuell zu verschieben. Das ist zwar eine Kleinigkeit, aber eine nervende Kleinigkeit.

Bei manchen Terminen (beispielsweise einem geplanten Telefonat) trage ich mir eine Vorbereitungszeit für den Termin ein (beispielsweise um Unterlagen durchzulesen oder bereit zu legen, um diverse Programme oder Browsertabs schon zu öffnen). Immer wieder verschiebt sich ein Telefontermin, und dann würde mir ein „angehefteter Vorbereitungstermin“ auch die Suche nach einer entsprechenden Zeitlücke helfen. Denn dann dauert der gesamte Termin eben keine 30 Minuten sondern dazu kommen möglicherweise vorher noch 30 Minuten Vorbereitungszeit und danach 15 Minuten Nachbereitungszeit. Also muss ich nicht nur diese beiden Vor-/Nachzeiten mit verschieben sondern gleich eine Lücke von 1,25 Stunden suchen.

Fragen? Hinweise?

Arbeiten Sie mit Google-Kalendern? Was finden Sie daran besonders gut oder besonders schlecht? Oder nutzen Sie lieber einen anderen Kalender?

Twitter - RZChefredakteur- Die @rheinzeitung verlässt Google News

Twitter – RZChefredakteur- Die @rheinzeitung verlässt Google News

Morgen startet unsere Gesellschaft in das Leistungsschutzrecht für Presseverleger. Nachdem diese sehr viel Wind machten und geradezu darum bettelten… knicken viele ein und lassen sich weiterhin kostenlos in Google News aufnehmen. Doch die Rhein-Zeitung will nicht.

Warum nicht

In der W&V lese ich einerseits, dass viele Verlage weiterhin bei Google News mitmachen – und dass „für umme“. Natürlich mit den üblichen rechtlichen Vorbehalten (nur erst mal so, mal sehen, auf gar keinen Fall ein Eingeständnis…). Andererseits gibt es Verlage, die nicht wollen. Oder die Google News nicht brauchen. So wie die Rhein-Zeitung:

‚Wir freuen uns sehr, dass hunderte deutsche Verlage ihr Einverständnis bestätigt haben und weiterhin geschätzte Partner von Google News bleiben‘, sagte Google-Sprecher Kay Oberbeck der Nachrichtenagentur dpa. Zu den Verlagen, die Google keine Nutzungserlaubnis gegeben haben, gehört die ‚Rhein-Zeitung‘ in Koblenz. Man habe ‚eigene Wege für die Verbreitung unseres Contents‘, twitterte Chefredakteur Christian Lindner.

[ „Verlage wollen bei Google News bleiben – jedenfalls ein bißchen“ via @stephanfink ]

Erstaunlich, dachte ich mir, wie niedrig wohl der Traffic via Google News für die Rhein-Zeitung ist? Und was die Rhein-Zeitung wohl für eigene Wege hat? Bei Betrachtung der Tweet-Konversation, auf den sich W&V bezieht, wird es klarer:

  1. Lars Wienand von der Rhein-Zeitung springt ein und beantwortet die Frage von Kim Zickenheiner, wie viele der User über Google News gekommen seien, mit „1,56 Prozent in den vergangenen drei Monaten„.
  2. @Rheinzeitung meint süffisantWir finden, das hier ist einer… ;-)„, und Christian @RZChefredakteur Lindner meintSocial Media, Online Classic, Print Classic, epaper, digitale RZ – weitere Projekte in der Pipeline. Und viel Unikat-Stoff.

Wienand verlinkt auch auf Analytics bei SimilarWeb für die Rhein-Zeitung.

Search

Da wird schnell klar: Zwar kommt insgesamt 32,05 Prozent des Traffics über Suche zu Rhein-Zeitung.de, aber nur 1,56 Prozent kommen von „News“. Moment… 1,56 Prozent von 32,05 Prozent. Also eigentlich so gut wie… nichts!

Rhein-Zeitung.de: Website Traffic - Search - SimilarWeb

Nur 1,56 Prozent des Search-Traffics auf Rhein-Zeitung.de kommt von „News“

Interessant ist übrigens, dass über 8 Prozent des Search-Traffics von der Bildersuche kommen ;-)

Social

Bei den Social Referrern (immerhin bereits 11,85 Prozent) dominiert Facebook mit davon 90,11 Prozent. Social hat also einen wesentlich höheren Anteil als Google News, wenn auch noch nicht höher als die Suche . Bei den ganzen Quellen, die Lindner aufzählt, ist Social also ein ganz anderer Brocken.

Rhein-Zeitung.de: Website Traffic - Social - SimilarWeb

Bei Social dominiert Facebook mit davon 90,11 Prozent.

Mobile?

Was in den Statistiken allerdings nicht gezeigt wird, was mich aber brennend interessiert: Wie hoch ist der Anteil der Mobilzugriffe bei der @Rheinzeitung?

Google Currents Producer: INJELEA-Blog

Seit kurzem ist Google Currents in Deutschland verfügbar. Für Leser stellt Currents abonnierbare Inhalte optisch ansprechend dar. Das machen andere auch. Doch im Gegensatz zu anderen Diensten oder Anwendungen wie Flipboard ermöglicht Currents nahezu jedem Autor oder Verwerter die Veröffentlichung seiner Inhalte. Currents ist eine einzigartige Chance für Personen – und vor allem für Unternehmen für günstiges Corporate Publishing.

Als Currents-Leser haben Sie ähnlich wie bei der Flipboard-App Zugriff auf Inhalte verschiedener Quellen, und die Anwendung bereitet die Inhalte zum leichten Konsumieren auf. Doch bei Flipboard haben Sie als Leser nur eine beschränkte Anzahl von Quellen zur Auswahl. Die Auswahl trifft Flipboard. Google allerdings hat Currents in zwei Punkten geöffnet:

  1. Sie können als Leser über eine Suche praktisch alle Inhalte einbinden. Soweit ich das sehe, reicht ein RSS-Feed der Website aus.
  2. Als Autor, Produzent oder Verwerter können Sie Ihre Inhalte auf der Currents-Plattform zusammenfassen, aufbereiten und als „Kanal“ zur Verfügung stellen.

Unternehmen können mit Currents ihre Inhalte abseits von klassischen Medien, eigenen Websites oder eigenen RSS-Feeds einer breiteren Öffentlichkeit auf einfache Art zur Verfügung stellen: Corporate Publishing.

Publizieren mit Currents

Das Publizieren von Inhalten mit Currents (derzeit nur mit Chrome möglich) erfolgt in fünf einfachen Schritten:

  1. Registrieren
  2. Auswahl eigener Quellen
  3. Konfiguration der Darstellung
  4. Verifizieren, dass es eigene Inhalte sind
  5. Veröffentlichen

Google Currents Producer: Publish you own Magazine

Ich habe etwa eine dreiviertel Stunde dafür gebraucht. Bei der Konfiguration habe ich verschiedene Möglichkeiten getestet (aka „herumgespielt“). Currents zeigt bei Veränderungen in der Konfiguration eine Vorschau für Android, Tablet, iPad und iPhone in etwa aussehen wird. Ich habe insgesamt sechs Quellen eingebunden (alle über RSS). Die Verifizierung funktionierte gut, erforderte jedoch bei den „Taumler-Websites“ (gehostet von Tumblr) Änderungen in der DNS-Konfiguration und bei dem Hirntumor-Watch-Blog (gehostet von WordPress.com) Änderungen der Meta-Daten.

Cachy hat auf seinem Blog die Schritte einfach nachvollziehbar beschrieben. Ich habe mich genau daran gehalten und kam sehr gut damit zurecht:

Ich habe mal anhand des Notebooksbilliger.de Blogs ein paar Screenshots gemacht, die euch zeigen sollen, wie man als Nicht-Experte schnell sein eigenes Blog in ein Google Currents-Format bringt.

[ Google Currents: so geht es ganz einfach – eine kleine Anleitung ]

Die INJELEA Currents Edition

INJELEA Currents Edition

INJELEA Currents Edition

INJELEA Currents Edition

Mit wenig Aufwand habe ich eine INJELEA Currents Edition erstellt (weniger als ich für diesen Artikel benötigte). Ein Nachteil für Unternehmen sind die geringen Anpassungsmöglichkeiten für Design und Layout. Die Vorteile sind der geringe Aufwand für das Unternehmen, der geringe Aufwand für die Leser und die große Verbreitung der Anwendung.

Die beiden letzten Punkte greifen aber nur dann, wenn sich Google Currents durchsetzt. Das ist dann der Fall, wenn der Leser einfach und schnell auf vielen Endgeräten an die Inhalte des Unternehmens kommt. Zwei Punkte sprechen genau dafür:

  1. Android, Tablet, iPad und iPhone werden unterstützt.
  2. Es ist ganz einfach, eine Currents Edition zu abonnieren

Wie einfach das Abonnieren einer Ausgabe ist? Testen Sie selbst:

Abonnieren Sie die INJELEA Currents Edition

Mögliche Beispiele für Currents

Volkswagen „autogramm“

Bereits seit ein paar Jahren gibt es die Mitarbeiterzeitschrift Volkswagen „autogramm“ („Die Zeitung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Marke Volkswagen“) nicht nur gedruckt sondern auch online. Eigentlich wäre seit Jahren bereits ein RSS-Feed notwendig. Einerseits. Aber andererseits werden RSS-Feeds nach wie vor nur von Wenigen genutzt.

Eine einfache Anwendung wie Currents würde das jedoch ändern. Damit würden neben den Mitarbeitern mit wenig Aufwand auch weitere Zielgruppen erschlossen.

Daimler-Blog

Das Daimler-Blog vermittelt „Einblicke in einen Konzern“ für externe und interne Bezugsgruppen. Und das Blog hat RSS :-) Und Daimler soll noch über weitere RSS-Feeds verfügen :-)

Offene Fragen

Nutzungsbedingungen

Für Unternehmen stellt sich insbesondere die Frage nach den Nutzungsbedingungen. Auf Anhieb sehe ich keine Hinderungsgründem, aber die Rechtsabteilungen werden sie genau sezieren. Wie sehen Sie das?

Bezahlmodell

Derzeit sehe ich nur Inhalte, die mit „Free“ gekennzeichnet sind. Wie genau sieht das Bezahlmodell für Ausgaben / Editionen aus? Kommt beispielsweise etwas wie ein Handelsblatt-Abonnement? Eine Konkurrenz zu Apple und Amazon? Eine Paywall für Verlage?

Google Apps

Bei der Konfiguration gibt es den Bereich „Grant Access“. Dort können Sie Manager festlegen, Zugriffe für einzelne Kapitel regeln und neue Berechtigungsgruppen definieren. Das „riecht“ geradezu nach einem Einsatz von Google Currents bei Unternehmen, die Google Apps einsetzen. Ein weiterer Schritt für ein Google Corporate Intranet – diesmal fürs Publishing? Wird Google diesen Bereich weiter ausbauen?

 

Google-Suche "bundesverband deutscher zeitungsverleger" mit Marcel Weiß (angemeldet)

Die Soziale Suche von Google ist da. Viele bemerken sie nicht, weil sie nicht angemeldet sind. Ich hielt mich immer für clever. Doch ich war angemeldet und habe es zunächst nicht bemerkt. Jetzt wäre ich fast darauf hereingefallen. Dieses Mal habe ich es noch rechtzeitig bemerkt. Dieses Mal.

Mein Ego

Google-Suche "bundesverband deutscher zeitungsverleger" (angemeldet)

Google-Suche "bundesverband deutscher zeitungsverleger" (angemeldet)

Vor einigen Minuten habe ich den Artikel „Bundesverband Deutscher Fernsehanbieter läuft Sturm gegen Verlagsbranche“ veröffentlicht. Kurz darauf ließ mein Ego mich nicht los: Ich googelte den bis dahin nicht existierenden „Bundesverband Deutscher Fernsehanbieter„. Treffer: Mein Blogartikel auf Platz Eins!

Dann googelte ich den sehr wohl existierenden „Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger„. Woom! Platz Zehn! Wow!

Das ging aber schnell!“ dachte ich noch. Wieder ließ mich mein Ego nicht los. Schnell wechselte ich auf das Iphone in Tweetings zum Twittern. Im Iphone-Safari rief ich die Suche auf, um mir den Suchaufruf für den Tweet herauszusuchen und dann mit Tweetings zu posten und zu kommentieren: „das waren Zeiten, als Blogeinträge nach Tagen erst auf Googleseite 1 erschienen, jetzt max. Minuten“ (später habe ich es doch noch getwittert).

Doch dann…

Gelöscht?

Weiterlesen

Google+ Avatar (Quelle: Google+)

Google+ Avatar (Quelle: Google+)

Nach wie vor nehmen mich immer wieder und immer mehr „Accounts“ in ihre Kreise auf. Viele Freunde, Kontakte, Buddys, Friends und Bekannte sind darunter. Aber auch viele mir bislang Unbekannte oder Identitäten, die in anderen Netzwerken nicht in meinen Kreisen sind. Ich freue mich, die „alten“ Bekannten und üblichen Verdächtigen in meine Kreise zu ziehen. Ich freue mich auch, weitere interessante Personen mit interessanten Schwerpunkten kennen zu lernen und in meine Kreise aufzunehmen.

Doch Sie (Ja, SIE!) können Ihre Chancen erhöhen, damit Sie NICHT in meine Kreise gelangen. Erfüllen Sie möglichst viele meiner Top-Ten-Kriterien, damit Sie nicht in meinen Kreisen sind:

  1. Ihr Profilfoto ist der voreingestellte Standardavatar.
  2. Ihr Profilfoto ist ein grafischer Avatar, der irgendetwas oder irgendjemanden stilisiert darstellen soll.
  3. Sie sind keine Person, sondern ein Unternehmen, eine Marke, eine Behörde.
  4. Sie haben noch nichts gepostet.
  5. Sie posten Links, Links, Links, ….
  6. Sie geben mir keine Einblicke in Ihre Kreise.
  7. Sie schreiben gar nichts über sich („XYZ has not filled out their profile yet.“), woher Sie kommen, für wen Sie arbeiten, was Sie tun.
  8. Sie schreiben sehr ambitioniert über sich: „XYZ realisiert ABC-Lösungen total schnell, total günstig, total super!“, „Wir schaffen Mehrwerte!“, „XYZ ist das Portal für ABC, hier finden Sie Experten, Superexperten! Supermann arbeitet für uns!“, „Wir sind die Besten!“, „Ich bringe Sie auf die erste Seite / unter die Top-Ten!“, „Ich bin der Größte!“, „Du und ich, wir haben eine gemeinsame Aura. Alle Menschen sind Brüder und Schwestern. Wir sind alle eine Familie!“
  9. Sie haben keinen einzigen Link zu einem anderen Profil, Netzwerk oder Website aufgeführt.
  10. Sie haben mehr Links über sich gesammelt als in Ihrer Jugend Abziehbildchen (und da waren Sie der Klassenchamp!).

Leben Sie wohl und stören Sie meine Kreise nicht!

Unternehmen müssen jetzt in Social Media aktiv werden. Es reicht nicht mehr, nur ein Monitoring aufzubauen. Auch nicht für B2B-Unternehmen, die glauben „Unsere Kunden machen sowas nicht, die kommen auf uns zu, wir sprechen persönlich miteinander“.

Jan Tißler liefert die Begründung und schreibt auf t3n über „Google+ SEO: Personalisierte Suche, Stufe 2„:

Oder wie ich früher hier schon schrieb: SEO wird praktisch unberechenbar. Die Untersuchung, auf die ich dort eingehe, zeigt sehr anschaulich, wie stark Googles Suchergebnisse bereits personalisiert waren, bevor es den 1-Button und Google gab. Die Folge: Man kann als Suchmaschinenoptimierer oder Websitebesitzer bestenfalls grob einordnen, ob eine Seite gut in den Ergebnissen dasteht. Aber es können nicht mehr wie früher konkrete Platzierungen angegeben werden. Gut möglich sogar, dass eine Website an sich gut dasteht, aber aufgrund der personalisierten Suche dummerweise genau in der Zielgruppe auf Seite 2 landet…

Wenn sich ein Unternehmen der aktiven Teilnahme an Social Media verweigert, dann werden nur andere in Social Media über bestimmte Themen sprechen/schreiben. Dann wird auch ein solches B2B-Unternehmen nicht mehr darauf setzen können, dass seine Homepage auf der ersten Googleseite erscheint und ein Interessierter (möglicher Neukunde, Partner, Mitarbeiter, Greenpeace-Aktivist, Anwohner… aka Stakeholder) die Sichtweise des Unternehmens zu einem Thema erhält.

Die (möglicherweise vermeintlichen) Experten bestimmen das Gespräch, und das Unternehmen verschwindet für viele Personen bei der Suche aus der Wahrnehmung. Möglicherweise sind dies genau diejenigen Personen, die zu den Themen des Unternehmens ein Netzwerk aufgebaut haben und dann einmal in Google bestimmte oder zusätzliche Informationen suchen. Dann bestimmt ihr Netzwerk, was und welche Meinung sie finden – nicht das Unternehmen und nicht Google.

Wenn ein „John Doe-Unternehmen“ und seine Mitarbeiter kein Social Media-Netzwerk aufgebaut haben, dann verschwindet es. Irgendwann einfach so. Auf seinem Grabstein wird dann stehen:

R.I.P.

Unbekannt

[ Via Fink & Fuchs ]