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Mein Schreib-Setup mit WriteMonkey

Für das Planen, Recherchieren und Schreiben von Artikeln setze ich auf Todoist, Evernote, Zotero und WriteMonkey. Anstelle einer „One size fits all„-Lösung habe ich mich für eine „best-of-breed„-Lösung entschlossen.

Seit über zehn Jahren blogge ich. Okay, ich blogge nicht nur sondern ich schreibe auch einfach nur Artikel (ich versuche einen „Casus Belli“ analog des Pallenberg-Falles zu vermeiden)1. Ich habe in über 40 Jahren Hausarbeiten, eine Diplomarbeit, Thesen, Konzepte, Essays, Ausschreibungen, Pflichtenhefte, Buchartikel geschrieben. Insgesamt habe ich Texte unterschiedlichster Art geschrieben. Die weitaus größte Anzahl an Texten jedoch umfasste weniger als zwei oder drei Tausend Wörter, und die meisten davon umfassten weniger als ein Tausend Wörter. Auch dieser Artikel wird deutlich unter zwei Tausend Wörter bleiben.2

Die Auszeichnungen bei solchen Artikeln halten sich im kleinen Rahmen. Fett, kursiv, Links, Aufzählungen, Zitate, bestenfalls Fußnoten. Dafür brauche ich kein Word und kein Layout – vor allem, wenn letztendlich das Format auf HTML hinausläuft. Also alles kein Hexenwerk. Doch das Planen, Recherchieren und Schreiben von mehreren solcher Artikel erfordert irgendwann doch ein Mindestmaß an Setup. Ob dann letztendlich alle Artikel wirklich Blogartikel sind, sei dahingestellt. Aber ein Großteil davon sind Blogartikel.

Nachdem ich zunächst dachte, Scrivener wäre eine geeignete Umgebung fürs Schreiben (und da fürs bloggende Schreiben), habe ich mir jetzt eine eigene Schreibumgebung zusammengestellt.3

  • Todoist (Planen)
  • Evernote (Recherchieren)
  • Zotero (Recherchieren)
  • WriteMonkey (Schreiben)

Bei meiner Hardware setze ich auf ein HP Spectre x360 (ein 13-Zoll-Notebook ähnlich einem Macbook Air) mit Windows 10, einen älteren aber zuverlässigen Desktop-PC mit Windows 10 und zwei 21-Zoll-Monitoren, ein iPad3 (das inzwischen mit iOS 9 recht lahm geworden ist) und ein HTC One. Konzentriertes Arbeiten und das eigentliche Schreiben erfolgen mit dem Notebook und dem Deskop-PC. Wenn ich bei dem iPad oder dem HTC auf etwas stoße, dann benutze ich sie zum Erfassen.

Nach einigem Ausprobieren habe ich mich also zu diesem – noch frischen – Setup zum Schreiben entschlossen. Ich bin selbst gespannt, wie es sich bewährt.

Todoist

Mein Schreib-Setup mit Todoist

Mein Schreib-Setup mit Todoist

Meine Schreibaufgaben verwalte ich in Todoist. Für meine Blogs und für Kunden habe ich jeweils ein eigenes Projekt in Todoist. Jeder Artikel, auch jede Idee, erhält eine Aufgabe mit einem „Arbeitstitel“ als Aufgabenname. Neben dem Namen kann jede Aufgabe diese Eigenschaften haben (muss sie aber nicht):

  • Prioritäten
  • Fälligkeitsdatum
  • Priorität
  • Erinnerungen
  • Kommentare
  • Unteraufgaben (beispielsweise „Recherchiere X,Y,Z“)

Möglicherweise kommt mir eine spontane Idee zu einem Artikel, von dem ich außer dem Arbeitstitel noch keine weiteren Vorstellungen habe. Dann lege ich eine Aufgabe direkt in Todoist an – oder ich schicke eine Mail an Todoist mit dem Arbeitstitel als Betreff und eventuell noch ein oder zwei erläuternden Sätzen als Text. Todoist macht daraus eine Aufgabe in meinem Todoist-Eingang.

Kommentare in Aufgaben benutze ich für Artikel in Todoist kaum, bestenfalls erläutere ich meine Idee mit ein oder zwei Sätzen im Kommentar. Alles weitere notiere ich in Evernote (oder direkt im Artikel).

Evernote

Sobald ich mehr als ein oder zwei Sätze zu einem Artikel notieren will, lege ich für den Artikel in Evernote eine Notiz mit demselben Arbeitstitel als Titel für die Notiz an. Außerdem kopiere ich mir den Evernote-Link zur Notiz. Den Aufgabennamen in Todoist versehe ich dann mit dem Evernote-Link:

evernote:view/27131/s1/512cacb9-93a1-4187-bee2-6c53724fc03c/519cacb9-93a1-4137-bei2-6c53441fc03c/ (Mein Schreib-Setup)

In Todoist bekommt der Aufgabenname ein Evernotesymbol, und beim Klicken auf den Aufgabennamen öffnet sich die Evernote-Notiz.

In der Evernote-Notiz hinterlege ich Gedanken(sprünge), Ideen, Aufzählungslisten, kurze Absätze im Unreinen und vor allem Links zu Quellen, über die ich irgendwann (oder beim Erstellen der Aufgabe) stolpere. Wenn ich ziemlich sicher bin, dass ich einen Quellenartikel für diesen Artikel verwenden werde, erfasse ich den Artikel mit dem Evernote Web Clipper. Wann immer es geht, speichere ich dabei nur den Artikel und nicht die komplette Seite („Page“) in Evernote. Den Evernote-Link zu dem Quellenartikel kopiere ich dann in meine primäre Aufgabennotiz. Damit habe ich die Aufgabennotiz und zugehörige Quellenartikel jederzeit auch offline zur Verfügung.

Wenn ich, beispielsweise beim Surfen, auf einen Artikel stoße und mir ein möglicher eigener Artikel dazu einfällt, lege ich eine Notiz in Evernote an. Das können beispielsweise sein:

  • Ein freier Text, dem ich bereits einen Arbeitstitel verpasse.
  • Ein Foto von etwas, das mir „über den Weg läuft“.
  • Ein Artikel, den ich mit dem Web Clipper erfasse.

Manchmal schiebe ich einen Text, ein Foto oder einen Artikel erst einmal in meine Inbox in Evernote. Bei meiner täglichen Morgen- oder Abendroutine stoße ich dann auf die Evernote-Notiz, lege ich gegebenenfalls noch meine Artikel-Notiz an, und lege ich eine Artikel-Aufgabe in Todoist an.

Evernote benutze ich eher für die Quellensammlung „on the fly“, während ich also gar nicht am Artikel schreibe (oder an einem ganz anderen). Ich stolpere in einem anderen Zusammenhang über einen Quellenartikel und denke mir, der könnte doch für „Arbeitstitel“ interessant sein. Also speichere ich ihn vorsichtshalber ab (oder den Link dazu.

Zotero

Mein Schreib-Setup mit Zotero

Mein Schreib-Setup mit Zotero

Neben Evernote benutze ich für die Quellenverwaltung (ich nenne es Rechercheverwaltung) weiterhin noch Zotero. Zotero ist eigentlich eine Literaturverwaltungssoftware für Mac, Windows und Linux. Die Installation erfolgt standalone oder als Browsererweiterung für Firefox. Es gibt Plugins für Browser, Word und Libreoffice.

Zotero [zoh-TAIR-oh] is a free, easy-to-use tool to help you collect, organize, cite, and share your research sources.

Der Vorteil von Zotero liegt in der Optimierung für Literatur und für strukturierte Daten. Das sorgt beispielsweise dafür, dass beim Speichern eines Buches von Amazon (vial Link) Daten wie ISBN oder Autor strukturiert abgelegt werden. Wikipedia-Seiten werden mit Daten wie Page Version ID abgespeichert, außerdem wird ein Snapshot (eine Offlineversion) abgelegt. Auch andere Webseiten werden mit der Browser-Erweiterung zuverlässig gut und mit einem Snapshot abgelegt. Auch PDF-Dateien lassen sich gut in Zotero ablegen, mit Eigenschaften wie Schlagworten versehen und per Volltextsuche recherchieren. Dabei können es sowohl PDF-Dateien zum Download sein (wie Whitepaper) als auch solche PDF-Dateien, die ich mit Print Friendly & PDF erzeugt habe.

Die Bibliothek von Zotero wird lokal gehalten aber synchronisiert mit der Zotero-Datenbank. Zotero unterscheidet “Data Syncing” (Einträge, Notizen, Schlagworte etc.) und “File Syncing” (Dateianhänge) (siehe Syncing). Speicher für Data Syncing ist kostenlos und hat keine Begrenzung, Speicher für File Syncing ist nur bis zu 300 MB kostenlos (2 GB für $20/Jahr, 6 GB für $60/Jahr, unbegrenzt für $120/Jahr). Der Clou ist jedoch, dass File Syncing für einem eigenem WebDAV-Speicher konfiguriert werden kann. Ich nutze daher meine Owncloud im eigenen NAS-Server, wo ich noch ein paar Terabyte frei habe.

Zotero benutze ich, wenn ich konkret für einen Artikel recherchiere. Dazu lege ich dann in Zotero eine Sammlung mit dem Arbeitstitel als Namen an. Eine Sammlung ist

… eigener Ordner, in den Einträge projekt- oder themenbezogen einsortiert werden können. Zu einer Sammlung können weitere Unterordner angelegt werden. Einträge in Sammlungen sind Aliase, keine Duplikate.

Ein Eintrag (also ein Buch, ein Artikel etc.) kann in mehreren Sammlungen sein. Wenn ich dann für einen Artikel recherchiere, kann ich zukünftig (so der Plan) auf ähnliche Artikel in einer anderen Sammlung zurückgreifen.

Ich gebe zu, dass die Zweiteilung der Quellen-/Rechercheverwaltung in Evernote und Zotero auf den ersten Blick unförmig wirkt. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass Evernote schnell unübersichtlich wird, wenn ich Hunderte von Artikel darin abgelegt habe. Wenn ich versuche, alles Mögliche und Unmögliche inklusive vieler großer Artikel in Evernote zu packen, wird mir Evernote einfach zu sperrig und überbordend.

WriteMonkey

Mein Schreib-Setup mit WriteMonkey (inkl. Jumps und Preview)

Mein Schreib-Setup mit WriteMonkey (inkl. Jumps und Preview)

Auf meinen Windows-Rechnern nutze ich WriteMonkey, ein sehr guter (wenn auch nicht unbedingt „sexy“) Markdown-Editor (mehr über Markdown-Editoren für Windows, Mac und online). Mit Markdown 4 konzentriere ich mich auf den Text und nicht die Oberfläche des Editors. Das beispielsweise kann WriteMonkey:

  • Wort- und Zeichenzähler
  • Überschriftennavigation
  • Fussnoten
  • Auto Save
  • Plugins (beispielsweise Lorem-Ipsum-Generator, Pomodoro-Timer), allerdings nur gegen eine finanzielle Unterstützung
  • Export in Word, HTML (Datei und Zwischenablage)
  • Zieldefinition und Fortschrittsanzeige (wie viele Wörter oder Zeichen ich schreiben möchte und schon geschrieben habe)
  • Umfangreiche Konfiguration wie Schriften, Farben, Hintergründen, Fußzeile
  • Wörterbücher
  • Konfigurierbare Nachschlagelinks für Online-Sites wie Wörterbücher, Wikipedia
  • Ablenkungsfreies Schreiben

WriteMonkey ist ein richtig guter Markdown-Editor, und darin ist er um ein Wesentliches besser als Scrivener.5

(Übrigens arbeitet Iztok Stržinar inzwischen an WriteMonkey 3)

Mein Schreib-Setup im Explorer

Mein Schreib-Setup im Explorer

In meiner Owncloud habe ich einen Ordner „Writing“ mit Unterordner für meine Blogs oder Kunden(blogs). Jeder Artikel bekommt im entsprechenden Unterordner eine Markdown-Datei mit dem Arbeitstitel als Dateinamen. Fotos oder Grafiken für den späteren Blogartikel bekommen als Dateinamen dann Arbeitstitel_Fotoname.Erweiterung.

Fazit

Artikel bis zu einer Länge von etwa 2.000 Wörtern werde ich zukünftig (soweit dem nicht andere Anforderungen entgegenstehen) in meinem Setup aus Todoist, Evernote, Zotero und WriteMonkey verwalten, recherchieren und schreiben. Weitere Vorteile hat die Verwendung unterschiedlicher Plattformen übrigens auch: Das schnelle Umschalten unter Windows mit ALT+TAB oder WIN+Tab sowie das „Fensterln“ auf zwei großen Monitoren auf meinem Schreibisch.

P.S. Wenn Sie sich fragen sollten, warum ich so viele Fußnoten in diesem Artikel erstellt habe, dann sollten Sie diese Fußnote lesen: 6.


  1. Eigentlich müsste ich jedoch nicht krampfhaft versuchen, einen Casus Hamm zu vermeiden, weil ich bedeutungslos bin
  2. WriteMonkey sagt mir, es wurden etwa 1.500 Wörter. 
  3. „Warum ich Scrivener doch nicht fürs Bloggen benutze“ ist genügend Stoff für einen weiteren Artikel, den ich … einen Moment bitte … in meine Artikelplanung in Todoist einfüge. 
  4. Siehe Markdown Syntax und Markdown Extra
  5. Einige Vorzüge von WriteMonkey, auch gegenüber Scrivener, hat Dane Tyler in „Why WriteMonkey?“ beschrieben 
  6. Bisher habe ich noch keine Fußnoten in Markdown benutzt, also probiere ich es einmal aus. 
Bloggen mit Scrivener

Vor kurzem noch bloggte ich über “die besten Markdown-Editoren für Windows, MacOS und Online”. Fürs Bloggen habe ich mich bislang auf WriteMonkey verlassen und wollte das bislang auch weiter tun. Jetzt werde ich es mit Scrivener versuchen.

Denn im Gespräch mit Jan Theofel auf Twitter ging es um das Schreiben eines Buches und dafür empfahl ich ihm Scrivener. Anschließend wurde ich nachdenklich. Für einen Blogartikel ist WriteMonkey eine sehr gute Wahl, doch ich fragte mich, wie das bei einer Artikelserie aussieht. Oder bei mehreren Artikeln, die Recherchen zu ähnlichen oder verbunden Themen erfordern. Schließlich beabsichtige ich, wieder mehr zu schreiben rund um die fachlichen Themen, die mich bewegen. Außerdem habe ich einen Auftrag angenommen, bei dem ich für einen Kunden viele Artikel zum Themenkomplex Intranet und Kollaboration schreibe. Diese Woche wollte ich damit anfangen (siehe “Joggen, Schreiben und #SunriseRun”).

Gestern also war der Tag, an dem ich anfangen wollte. Doch dann erinnerte mich an Scrivener. Scrivener ist genau genommen keine Textverarbeitung. Es ist ein Autorenprogramm für die Recherche, die inhaltlichen Verbindungen von Textabschnitten, das Strukturieren und das Schreiben eines Werkes. Das ist also mehr als “nur” Schreiben und Formatieren. Genau genommen ist eine Reihe von (Blog-)Artikeln zu einem Thema auch ein Werk, für das es einen kompletten Workflow von Recherche bis zur Ausgabe gibt:

  • Recherche: Das Wiederfinden von bereits gefundenem Material (beispielsweise in Lesezeichen, in Evernote oder in Pocket) oder das Suche von neuem Quellenmaterial (beispielsweise mittels Google)
  • Strukturieren des Recherchematerials: Das Ablegen der Recherchematerialien und das Zuordnen zu bestimmten Teilen des Werkes (beispielsweise einzelnen Artikeln einer Serie oder Kapiteln eines Buches)
  • Strukturieren des Werkes: Die Gliederung in Artikel oder Kapitel
  • Schreiben und Umschieben von Text (beispielsweise Absätze, Aufzählungen, Formatierungen, Links)
  • Ausgabe des Gesamtwerkes (beispielsweise ein Buch) oder von einzelnen Teilen (wie beispielsweise eines einzelnen Blogartkels).

Bisher hatte ich das alles verteilt in Evernote, Verzeichnissen, einzelnen Dateien (oder auch beispielsweise in WordPress selbst). Beim Erstellen insbesondere von mehreren Artikeln war das schnell unübersichtlich. Diese Unübersichtlichkeit hielt sich jedoch bei einzelnen Artikeln (die auch oft ohne Zusammenhang waren) in Grenzen beziehungsweise ließ sich mit ein bisschen Gehirnschmalz überblicken.

Bloggen mit Scrivener: Editor

Bloggen mit Scrivener: Editor

Vor einiger Zeit hatte ich mir eine Scrivener-Lizenz für ein Projekt (das nicht zustande kam) zugelegt. Am Donnerstag und heute nahm ich mir kurzfristig Zeit, Scrivener herunterzuladen und etwas in seine Philosophie einzutauchen. Für kurze und/oder isolierte Blogartikel werde ich weiterhin WriteMonkey benutzen. Aufgrund meiner Erfahrungen mit dem Eintauchens in Scrivener habe ich mich entschlossen, Scrivener fürs Bloggen einzusetzen.

Bloggen mit Scrivener: Editor (ablenkungsfrei)

Bloggen mit Scrivener: Editor (ablenkungsfrei)

Scrivener verfügt über ein sehr gutes und humorvoll geschriebenes Tutorial, und inzwischen gibt es das Tutorial auch in Deutsch. Tatsächlich ersetzt das Tutorial ein Buch zum Einarbeiten. Dabei unterstützt Scrivener den kompletten obigen Workflow. Beispiele für Funktionen von Scrivener:

  • Ablenkungsfreies Schreiben: Vollbilddarstellung, keine Symbolleisten, keine Titelleiste, „Typewriter-Modus“ (der aktuelle Absatz oder sogar die aktuelle Zeile wird auf dem Display vertikal zentriert).
  • Unterstützung eines Zeichen- oder Wortzählers, der in der Fußzeile angezeigt wird.
  • Unterstützung eines Zielmodus sowohl für das einzelne Dokument als auch für das Projekt (ein Werk wie beispielsweise ein Buch)mit dem man ein Ziel angibt (Anzahl Wörter).
  • Ausgabe in unterschiedlichste Formate wie MultiMarkdown, PDF, E-Book (epub, mobi), Word.
  • Vier verschiedene Anzeigemodi inklusive einer Pinwand (”Corkboard”).
  • Notizen, Kommentare, Inlinekommentare, Fußnoten.
  • Frei definierbare Schlüsselworte und Metadaten.
  • Automatisches Sichern im Sekundentakt.
  • Automatisches Anlegen einer Sicherung (auch als ZIP-Datei)
  • Verschiedene Projektvorlagen.

Mit den Ausschlag gab der Artikel “Bloggen mit Scrivener und MultiMarkdown” auf Scrivpost. Scrivpost ist ein Blog mit Tipps und Tricks zu Scrivener. Weitere Informationen zu Scrivener gibt es im Artikel “Scrivener im Test” vom August 2015.

Hier sind noch Links zu ein paar Schreibprogrammen:

Markdown-Editoren: WriteMonkey

Markdown-Texte zu schreiben ist einfach. Dazu reicht ein Texteditor wie Notepad oder sogar Vim oder EDLIN. Inzwischen gibt es viele Markdown-Editoren. Es gibt sie als Software für Windows/MacOS/Linux, als App für Mobil-Betriebssysteme wie iOS und Android sowie als App im Microsoft Windows Store. Markdown-Editoren stellen im Gegensatz zu reinen Texteditoren spezielle Funktionen für das Schreiben mit Markdown zur Verfügung.

Gelegentlich erhalte ich Hinweise auf weitere Markdown-Editoren. Deswegen schrieb ich den Artikel am 10.10.2016 grundlegend. Ich arbeite die Hinweise in den Artikel jetzt ein. Letztes Update 10.10.2016.

„Gute“ Markdown-Editoren

Gute Markdown-Editoren sollten für mich folgendes können:

  • Syntax-Hervorhebung durch entsprechende Formatierung des Textes beim Schreiben (beispielsweise eine Hervorhebung von Links, Überschriften im Editor).
  • Syntax-Vervollständigung (optional): Beispielsweise wird bei Eingabe einer öffnenden eckigen Klammer gleich eine schließende eckige Klammer hinzugefügt (optional, weil ich für Markdown normalerweies nicht wirklich viele Markups benötige).
  • Automatisches Hinzufügen eines Aufzählungszeichens beim Einfügen einer Zeile in einer Liste.
  • Vorschau des Textes als komplett formatierten Textes, wie er beispielsweise in einer Website aussehen würde (entweder Live oder auf Klick).
  • Exportieren des Markdown-Textes als Markdown und HTML sowie optional in weiteren Formaten wie RTF (Zwischenablage oder Datei)
  • Ablenkungsfreies Schreiben: Vollbilddarstellung, keine Symbolleisten, keine Titelleiste, möglicherweise sogar mit „Typewriter-Modus“ (der aktuelle Absatz oder sogar die aktuelle Zeile wird auf dem Display vertikal zentriert).
  • Unterstützung eines Zeichen-, Wort-, Zeilen-, Seitenzählers, der optional auch in der Fußzeile angezeigt wird (ansonsten aber jedenfalls als „Pop-up“).
  • Unterstützung eines Zielmodus, für den man ein Ziel angibt, wie viele Zeichen oder Wörter man in dem jeweiligen Dokument oder am Tag schreiben möchte.

Ansonsten gute Editoren wie der von mir sehr geschätzte FocusWriter (der ein sehr guter Editor fürs Ablenkungsfreie Schreiben ist) sind daher für mich keine wirklichen Markdown-Editoren.

Synchronisierung

Ein besonderer Punkt ist die Synchronisierung der Markdown-Dateien. Die Synchronisierung kann entweder über das Dateisystem erfolgen (indem man beispielsweise die Dateien in einem Dropbox-Ordner oder OneDrive-Ordner ablegt) oder das kann durch einen eigenen Synchronisierungsdienst erfolgen. Das schöne Einfache an Markdowndateien an sich ist ja eben, dass man sie auf einem anderen Gerät mit einem einfachen Editor bearbeiten kann. Inzwischen gibt es ein paar Online-Editoren, die eine Synchronisierung beispielsweise über Dropbox ermöglichen. Ein Szenario sieht also so aus: Ich bearbeite eine Markdowndatei auf dem Mac mit Byword (s.u.), später mal im Browser mit einem Online-Editor und dann auch noch auf dem Windows-Notebook mit …? Genau: Eigentlich bin ich auf der Suche nach einem guten Markdowneditor für Windows. Und jetzt schreibe ich einen Artikel über Markdown-Editoren.

Verschlüsselung

Bei der Synchronisierung kann es bei starken Sicherheitsansprüchen zu einer Herausforderung kommen: Normale Textdateien sind bei der Synchronisierung über einen Anbieter wie Dropbox, Microsoft oder Box für den Anbieter einsehbar. Zwar gibt es Lösungen wie Boxcryptor, die funktionieren allerdings nicht bei der Benutzung eines Online-Markdown-Editors wie StackEdit. Wer wirklich sicher und verschlüsselt mit Markdown arbeiten möchte, der wird auf keinen Online-Markdown-Editor setzen. Eine weitere Möglichkeit der Synchronisierung (neben Drittanbieter wie Boxcryptor für Public-Cloud-Anbieter) ist eine eigene „Cloud“. Ich benutze Owncloud auf meinem „Network Attached Storage„-Server (NAS-Server) in der Wohnung, die Synchronisierung erfolgt ausschließlich mit HTTPS.

Markdown-Editoren für Mac oder iPad habe ich hier etwas vernachlässigt, da ich seit kurzem wieder ein Windows-Notebook habe und mit Byword und iA Writer sehr zufrieden bin.

Ich habe inzwischen mehrere Markdown-Editoren mehr oder weniger intensiv benutzt oder kurz angetestet. Einige davon stelle ich hier vor. Ich hatte mich bei der ersten Veröffentlichung des Artikels auf kostenlose Markdown-Editoren beschränkt, wobei es bei einigen davon eine Kauf- oder Abonnement-Version gibt. Inzwischen habe ich jedoch Editoren aufgenommen, die es nur gegen Bezahlung gibt.

Software

In alphabetischer Sortierung.

Byword (MacOS, iOS)

Auf dem Macbook Air benutze ich Byword als Markdown-Editor, der fast alle meine Anforderungen erfüllt. Allerdings gibt es ihn nur für MacOS und iOS. Meine Markdowndateien kann ich – weil Markdowndateien eben nur Textdateien sind – aber auch auf meinem Windows-Notebook bearbeiten.

Haroopad (Windows, MacOS, Linux)

Markdown-Editoren: Haroopad

Markdown-Editoren: Haroopad

Haroopad gibt es als Programm für verschiedene Betriebssysteme. Unter Windows wird er im Benutzerverzeichnis installiert.

  • Export als HTML und PDF
  • Live-Vorschau einspaltig, zweispaltig oder dreispaltig
  • Zeilen- und Wortzähler
  • Markdown Autocompletion
  • Markdown Syntax Helper
  • Verschiedene Themes
  • CSS-Angaben lassen sich bearbeiten beziehungsweise in unterschiedlichen Einstellungen abspeichern

Der Editor ist nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut.

iA Writer (MacOS, iOS, Android)

Der iA Writer ist ebenfalls ein zuverlässiger Markdown-Editor. Ich habe noch eine ältere Version, die mir völlig ausreicht.

LightPaper (MacOS)

Jens Boje nutzt ihn als Notizapp: „Übersichtliches Design und die Markdownunterstützung ist ok.

LightPaper kostet 17,84 USD (Stand 10.10.2016).

MacDown (MacOS)

KP Frahm weist mich auf Twitter auf MacDown hin.

MacDown is an open source Markdown editor for OS X, released under the MIT License.

MarkdownPad (Windows)

Markdown-Editoren: MarkdownPad2 (Source: MarkdownPad)

Markdown-Editoren: MarkdownPad2 (Source: MarkdownPad)

Markdownpad ist ein klassisches Windowsprogramm wie WriteMonkey – und sieht ziemlich altbacken aus. Er beherrscht HTML- und PDF-Export, eine Live-Vorschau. Es gibt eine Pro-Version für 14,95 USD, die beispielsweise Einschränkungen (welche?) aufhebt oder ein Auto-Save kann.

Für mich kam MarkdownPad aufgrund der Oberfläche nicht in Frage, außerdem crashte die Vorschau ständig.

Markdown Pro (Mac)

Guybrush Threepwood empfiehlt auf Twitter Markdown Pro:

MarkPad (Windows, Windows Store App)

Markdown-Editoren: MarkPad

Markdown-Editoren: MarkPad

Ein einfacher Markdown-Editor mit Live-Vorschau. Der Modus fürs Ablenkungsfreie Schreiben blendet nur die Vorschau aus. Wer sonst nichts braucht, okay.

MWeb (MacOS)

Tipp von Jens Boje: „Markdownunterstützung war gut, konnte auch in docx exportieren, hat taging für Notizen und Unterstützung fur static site Generatoren.“ (14.09.2016)

MWeb kostet 14,99 USD (Stand 10.10.2016)

SmartDown II (Windows)

Tipp von Stephan Lamprecht: SmartDown II – wenig bekannter Markdown-Editor für Windows .

Typora (Windows, MacOS, Linux)

Tipp von Stephan Lamprecht: Typora – wirklich schöner Markdown-Editor für Windows .

Ulysses (MacOS, iOS)

Michael Greth meint auf Facebook, für ihn sei Ulysses (MacOS/iOS) der perfekte Markdown Editor.

Write!: (Windows, Mac, Linux)

Ein innovativer Editor fürs Ablenkungsfreie Schreiben (Windows), der Markdown insofern unterstützt, als dass er Markdown sofort ins WYSIWY konvertiert. Der Editor kostet einmalig 24,95 USD und beinhaltet eine Synchronisierung über eine eigene Cloud für ein Jahr. Anschließend kostet ein Abonnement für die Synchronisierung über die Cloud 4,95 USD jährlich. Siehe („Write! Is No Longer Subscription-Based„.

Write! kann jedoch auch zum Bearbeiten von Dateien im Dateisystem genutzt werden.

Inzwischen benutze ich Write! neben WriteMonkey gerne zum Schreiben, auch in Markdown.

WriteMonkey (Windows)

Markdown-Editoren: WriteMonkey

Markdown-Editoren: WriteMonkey

Auf meinem Windows-Notebook nutze ich WriteMonkey, der für mich noch einiges mehr als Byword kann. Die Hervorhebung von Markdown könnte etwas besser sein (beispielsweise Fett zwischen zwei Sternchenpaaren sollte auch fett angezeigt werden).

  • Wort- und Zeichenzähler
  • Überschriftennavigation
  • Auto Save
  • Plugins (beispielsweise Lorem-Ipsum-Generator, Pomodoro-Timer), allerdings nur gegen eine finanzielle Unterstützung
  • Export in Word, HTML (Datei und Zwischenablage)
  • Zieldefinition und Fortschrittsanzeige
  • Umfangreiche Konfiguration wie Schriften, Farben, Hintergründen, Fußzeile
  • Wörterbücher
  • Konfigurierbare Nachschlagelinks für Online-Sites wie Wörterbücher, Wikipedia
Markdown-Editoren: WriteMonkey Progress

Markdown-Editoren: WriteMonkey Progress

Das Ablenkungsfreie Schreiben funktioniert mit ihm wirklich super, aber – wie soll ich sagen – der Editor ist nicht wirklich „sexy“ unter Windows 10. Das kann ich gut verkraften, denn ich mag ihn wirklich. Allerdings braucht er irgendwie jedes Mal recht lange zum Starten. Und das ist nervig, wenn ich „mal schnell“ zwei oder drei Dateien bearbeiten möchte.

Iztok Stržinar, der Autor von WriteMonkey, arbeitet derzeit an Version 3, die es für Windows, Mac und Linux geben wird.

WritePlus (Windows Store App)

Markdown-Editoren: Writeplus

Ein einfacher Editor, der erst mit In-App-Kauf ($) für mich wesentliche Funktionen freischaltet:

  • Wortzähler ($)
  • Wörterbuch und Thessaurus ($)
  • Export nach Word, PDF, HTML ($)
  • Entfernen von Werbeeinblendungen im Menü ($)
  • Keine Vorschau

Eine Enttäuschung, der notwendige In-App-Kauf ist unnötig, weil es viel bessere kostenlose Markdown-Editoren gibt.

Auf ein Wort zu Windows Store Apps

Markdown-Editoren: Windows Store

Markdown-Editoren: Windows Store

Die Suche und Versuche dazu waren ernüchternd. Ich habe keinen Markdown-Editor gefunden, der nach meinen Ansprüchen diese Bezeichnung verdient.

Software und Online

Laverna (Online, MacOS, Windows)

Markdown-Editoren: Laverna

Markdown-Editoren: Laverna

Ein sehr aktives Open-Source-Projekt. Laverna bietet verschiedene Notizbücher, die Notizen werden mit Markdown geschrieben. Sogar Aufgaben gibt es (was ich aber noch nicht probiert habe). Die Synchronisierung erfolgt entweder über einen Dropbox-Ordner oder über RemoteStorage. Die Daten können verschlüsselt werden, damit können weder Dropbox oder ein RemotStorage-Anbieter reinschauen. Die Ablage erfolgt mit Markdown-Dateien und mit zusätzlichen Metadaten-Dateien. Import und Export der Laverna-Daten über z.B. json ist möglich.

Laverna gibt es im Browser und als Apps für Linux, MacOS, Windows. Eine Android-Version soll es bald auch geben. Weiterhin ist es möglich, Laverna selbst zu hosten.

Was mir da noch fehlt, ist ein einfacher Export einer Notiz als HTML (entweder als Datei oder über die Zwischenablage). Momentan geht es nur, indem man in der Vorschau den Text mit der Maus markiert und dann in die Zwischenablage kopiert. Bei langen Texten ist das umständlich. Außerdem gibt es keine Möglichkeit, ein Markdown-Dokument außerhalb von Laverna zu öffnen oder zu speichern.

Eine vielversprechende Lösung, die nicht meine Ansprüche erfüllt, die ich aber im Auge behalten werde.

Wer eine Möglichkeit für Journal-Writing oder für ein Tagebuch sucht, der sollte sich Laverna einmal anschauen.

Simplenote (Online, Windows, MacOS, iOS, Android)

Markdown-Editoren: Simplenote

Markdown-Editoren: Simplenote

Notes, ganz einfach. Eigentlich sind es nur Textnotizen. Allerdings werden die Notizen auf den Simplenoteservern mit Apps zwischen vielen Plattformen synchronisiert, und es gibt eine Versionsführung der einzelnen Notizen.

Simplenote gibt es im Browser (mit eingeschränkten Markdown-Fähigkeiten) sowie als Apps für iOS, Android, MacOS. Einzelne Notizen können an andere Notes-Accounts freigegeben werden (indem man deren Registrierungsemail als Schlagwort angibt).

  • Vorschau durch Umschalten zwischen Editor und Vorschau
  • Jedes Dokument muss einzeln in den Markdown-Modus geschaltet werden (Öffnen des Info-Zeichens)
  • Wort- und Zeichenzähler
  • Teilen eines Dokuments mit einem Simp.ly-Links, jeder mit dem Link kann das Dokument dann betrachten

Vor einiger Zeit bereits übernahm Automattic Simplenote. Seitdem gibt es nur gelegentlich eine Änderung, aber Simplenote ist weiterhin sehr stabil.

Für mich ist das also kein wirklicher Markdown-Editor, aber es ist eine einfache Lösung mit Synchronisierung zu Mobilgeräten. Markdown wird allerdings nach meiner Erinerung nur im Browser unterstützt.

Online-Editoren

Dillinger (Online)

Markdown-Editoren: Dillinger

Markdown-Editoren: Dillinger

Dillinger ist ein fähiger Online-Editor für Markdown mit einem gutne Kern-Editor und erinnert mich an StackEdit. Keine Registrierung, ebenfalls einfach loslegen.

  • Synchronisieren („Link“) mit Dropbox, Github, Google Drive, OneDrive
  • Exportieren als HTML, Styled HTML, Markdown, PDF
  • Speichern nach und Importieren von den vier oben genannten Diensten
  • Wortzähler

Dillinger ist ein sehr guter Online-Editor und unterscheidet sich nur kaum von StackEdit. Dillinger ist Open Source und wird aktiv weiterentwickelt.

Draft (Online)

Markdown-Editoren: Draft

Markdown-Editoren: Draft

Der Kern-Editor von Draft ist nicht ganz so gut wie der von Markable.in oder von StackEdit. So gibt es zwar eine Vorschau, allerdings fehlt eine Syntax-Hervorhebung. Dafür aber verfolgt Draft ein interessantes Konzept: Das Arbeiten mit und an Entwürfen. Explizite „Hauptentwürfe“ können gespeichert werden. Entwürfe können von anderen überarbeitet und mit Verbesserungsvorschlägen versehen werden. Man bekommt einen Link, den man (auch per Email direkt aus Draft heraus) weitergeben kann:

Anyone with this link can see and edit your document. You’ll get an email alert to accept or reject their changes.

Auch komplette Ordner können geteilt werden. Diese „Team Folders“ ermöglichen sogar Diskussionsstränge („discussion threads“), um sich über die Dokumente auszutauschen. Die Original-Dokumente selbst bleiben unangetastet, bei Änderungen gibt es wieder neue Versionen, deren Änderungen Sie akzeptieren können – oder auch nicht.

Das Importieren und Exportieren von Dokumenten erfolgt mit Filestack (ehemals Filepicker) in einem Pop-Up mit den Optionen Computer, Dropbox, Google Drive, Evernote, Box, FTP. Das Importieren bei Dropbox, Evernote, Box, Google Drive ist nicht nur ein Laden des Dokuments, anschließend werden Änderungen auch synchronisiert.

Markdown-Editoren: Draft Filepicker

Markdown-Editoren: Draft Filepicker

Eine Funktion, die ich noch nicht ausprobiert habe, verspricht:

Draft has a magic „Ask a Professional“ button. One click, and you can send whatever you’re working on (Christmas letter, cold email to a potential customer, blog post, etc.) to a staff of reviewers to get suggested edits.

Weitere Funktionen von Draft:

  • Kommentare
  • Anlegen eines Dokuments per Email (jeder Account hat eine geheime Email-Adresse @draftin.com)
  • Veröffentlichen von Dokumenten beispielsweise auf WordPress, Tumblr, Linkedin, Mailchimp, Svbtle, Ghost, Basecamp
  • „Hemmingway Mode“: Sie können nichts löschen, nicht im Dokument blättern, nur schreiben
  • „Image Hosting“: Sie können Bilder zu den Dokumenten hinzufügen, die dann von Draft gehostet werden
  • Wörter und Zeichen für das aktuelle Dokument zählen
  • Ein ganzer Statistikbereich mit Grafiken und Auswertungen zu Anzahl der Wörter pro Tag, Wörter pro Stunde am Tag und vielem mehr.
  • „Draft Sites“ legen eine Subdomain für einen Ordner an (beispielsweise „.withdraft.com“

Die Registrierung bei Draft ist kostenlos, für ein Abonnement (39,99 USD/Jahr) gibt es den Zugang zu einer Community mit anderen Autoren, 20 Prozent Rabatt für Profi-Dienste, Webcast und weitere Angebote.

Markdown-Editoren: Draft Entwurf

Markdown-Editoren: Draft Entwurf

Draft bietet sehr viele Möglichkeiten, zwar nicht alle, die ich gerne hätte, aber noch viele mehr. Ich bin (scheint das irgendwie irgendwie durch bei meinem Schreiben?) ziemlich begeistert. Draft hatte ich vor einigen Monaten zuletzt ausprobiert und danach wieder vergessen. Jetzt ertappe ich mich dabei, dass ich diesen Text (den ich derzeit in WriteMonkey bearbeite) in Draft laden möchte …

Draft ist übrigens von Nathan Kontny, dem CEO von Highrise.

Hashifiy.me (Online)

Markdown-Editoren: Hashify

Markdown-Editoren: Hashify

Ein eher spartanischer Markdown-Editor. Er bietet neben einer Vorschau in der rechten Browser-Hälfte eigentlich keine zusätzlichen Funktionen. Man ruft die Startseite unter hashify.me auf und bekommt den Editor. Plötzlich zeigt der Browser eine neue Adresse an, die man auch teilen kann. Auch einen Bitly-Link gibt es. In einem anderen Browser aufgerufen scheint es eine Kopie zu sein. Gemeinsames Editieren wie bei einem Etherpad gibt es nicht.

Markable.in (Online)

Markdown-Editoren: Markable.in (Source: Markable.in)

Markdown-Editoren: Markable.in (Source: Markable.in)

Markable.in ist ein Online-Markdown-Editor, der nach der kostenlosen Registrierung einen sehr guten Kern-Editor bietet. Zusätzlich gibt es:

  • Versionen von Texten
  • Import von Evernote, Dropbox und HTML-Dateien
  • Exportieren nach HTML, Markdown, PDF, Word
  • Speichern in Evernote und Dropbox
  • Auf Tumblr veröffentlichen

Leider gibt es keine Synchronisierung sondern „nur“ Import und Export. Der Editor scheint auch keinen Offline-Modus zu unterstützen – was im Übrigen auch keiner der Online-Markdown-Editoren zu unterstützen scheint.

StackEdit (Online)

Markdown-Editoren: StackEdit

Markdown-Editoren: StackEdit

StackEdit kann ohne Registrierung genutzt werden. Mit 5 US-Dollar pro Jahr gibt es die Registrierung. Ohne Registrierung kann ich jedoch nicht erkennen, welche zusätzlichen Funktionen es gibt. Der Online-Editor hat einen sehr guten Kern-Editor (d.h. Vorschau, Syntax-Hervorhebung).

  • Importieren vom beziehungsweise Exportieren ins Dateisystem
  • Importieren von URL
  • Synchronisieren mit Dropbox, GoogleDrive, CouchDB
  • Veröffentlichen auf Tumblr, WordPress, Github und weiteren Plattformen

StackEdit ist ein sehr guter Online-Editor.

Fazit

Keiner der Markdown-Editoren ist für mich wirklich perfekt, aber ich habe Favoriten.

Online-Editoren haben meistens einen sehr guten Kern-Editor (z.B. Syntax-Hervorhebung, Vorschau), dafür fehlt es ihnen oft an zusätzlichen Features, die ich gerne hätte (wie Ablenkungsfreier Modus, Zähler, Zielmodus).

Die klassischen Windows-Programme sind manchmal träge und von der Oberfläche her ziemlich altbacken. Windows Store Apps könnten da (ähnlich wie die Mac-Apps Byword oder iA Writer) ein flüssigeres und sexy Schreibgefühl vermitteln, aber einen wirklich guten Markdown-Editor habe ich nicht gefunden.

Meine Favoriten:

  • Online: Draft und StackEdit
  • Windows: WriteMonkey
  • MacOS und iOS: Byword

Windows, MacOS und iOS

Dokumente, die ich auf gar keinen Fall in einer Public Cloud wie bei Dropbox oder Google Drive haben möchte, lege ich in ein mit meiner Owncloud synchronisiertes Verzeichnis. Ich bearbeite sie dann mit WriteMonkey (Windows) oder mit Byword (Mac, iOS). Das trifft auch oft auf Markdown-Dokumente bei bestimmten Kundenprojekten zu, denn die liegen im zugehörigen Projektordner, der in keinem Public-Cloud-Verzeichnis liegt. Es gibt allerdings auch in dieser Beziehung unkritische Projekte, da synchronisiere ich die Dateien schon mal über Google Drive oder Dropbox.

Online

Unkritische Markdown-Dokumente liegen bei mir schon einmal in der Dropbox. Dropbox ist nun einmal der beste Nenner, wenn es um App- oder Online-Anbindung geht. Und für solche unkritische Dateien werde ich zukünftig vielleicht Draft oder StackEdit benutzen. Draft bietet auch eine sehr gute Möglichkeit mit anderen an einem Dokument zu arbeiten (insbesondere ohne einen Account haben zu müssen). Andererseits kann nicht jeder mit Markdown schreiben, dann kann ich auch ein Google Dokument benutzen. Wo bei dort das gemeinsame Überarbeiten sehr, sehr schnell unübersichtlich wird. Was wiederum für Draft spricht. Oder möglicherweise doch für eine Kombination von Microsoft Word und Word Online. Denn mit Word Online kann man ebenfalls gemeinsam parallel ein Dokument bearbeiten und kommentieren. Und mit installiertem Work kann man ebenfalls gemeinsam parallel ein Dokument bearbeiten und mit „Überprüfen“ auch Änderungen annehmen oder ablehnen. Aber es ist dann eben kein Markdown, was doch so schön einfach ist.

Das Markdown-Leben ist kompliziert.

Weitere Links

Hier sind noch ein paar Links wie zu Editoren und Vergleichsartikeln.

Enjoy!

Effizient schreiben mit Markdown

Regelmäßig schreibe ich Texte auf verschiedenen Geräten. Seit einiger Zeit verwende ich Editoren, die Markdown unterstützen. Damit geht das Texten schneller und einfacher als mit aufgeplusterten Alleskönner-Editoren. Denn im Gegenzug dazu brauche ich für Markdown-Editoren nur die Tastatur und ein paar kleine Syntaxregeln. Der Lohn ist schnelleres und konzentrierteres Schreiben.

Plattformnemesis

Meine digitale Officeumgebung setzt sich aus Geräten verschiedener Hersteller mit unterschiedlichen Betriebssystemen und in unterschiedlichen Größen zusammen. Vielen geht es mittlerweile ähnlich. Da ein Windowsrechner oder ein Macbook, dort ein Smartphone oder ein Tablet – und manche haben so wie ich alle Kombinationen. Dazu kommt neben der privaten noch die berufliche digitale Umgebung.

Doch oft genug, wenn Sie den Text vom Vortag brauchen, ist der auf einem anderen Gerät in einem anderen Format. Sicherlich gibt es Dateisynchronisierungsdienste wie Dropbox oder SugarSync, doch ausgerechnet dann haben Sie das benötigte Textverarbeitungsprogramm nicht auf dem Gerät, an dem Sie jetzt sitzen (oder das Sie in der Hand halten). Wenn Sie überhaupt im Büro auf Ihre Dropbox zugreifen können (klar, der Browser…). Und beim Kopieren über die Zwischenablage erhalten Sie die unglaublichsten Formatierungen. Der größte gemeinsame Nenner ist eine Textdatei, denn die lässt sich auf allen Geräten bearbeiten. Alles, was Sie dazu benötigen, ist ein puristischer Texteditor und eine Tastatur. Einmal in einer Textdatei geschrieben lässt sich der Text in verschiedene Zielformate exportieren.

Formatierungen

Aber wozu gibt es bei Word, LibreOffice und Kollegen schließlich die netten Symbolleisten zur Formatierung? Diese Symbole in den Leisten sind wichtig, damit Sie beispielsweise

  • Textstellen hervorheben können,
  • Links setzen können und
  • Aufzählungslisten erstellen können

Byword (iPad)

Doch das geht nicht nur mit den mächtigen Textverarbeitungsprogrammen. Bevor es grafische Benutzeroberflächen gab verwendete man bereits textliche Auszeichnungssprachen. Mit den Auszeichnungssprachen werden im Text Anweisungen beispielsweise für spätere Druckformatierungen hinterlegt. So erstellte ich in den Achtzigern bei IBM am Terminal umfangreiche Dokumente für Datenmodellierung und Prozessmodellierung. Dazu werden die entsprechenden Kommandos direkt im Text geschrieben (dieses Wort jetzt fett, das hier kursiv, jetzt eine Aufzählungsliste…). Für die Ausgabe werden die Kommandos interpretiert und der Text wird entsprechend dargestellt.

Heutzutage ist HTML eine der wichtigsten Auszeichnungssprache. Nahezu jede Seite im World Wide Web wird als HTML an den aufrufenden Browser übergeben. HTML könnten auch Sie in jedem Texteditor Artikel schreiben und darin Textformatierungen vornehmen. Doch HTML ist für das schnelle Schreiben viel zu umständlich und kompliziert.

Markdown

Als eine einfache Möglichkeit, um Texte zu formatieren, haben John Gruber und Aaron Swartz Markdown “erfunden”. Diese einfache Sprache können Sie sehr schnell lernen. Im Alltag benötige ich nicht mehr als zehn unterschiedliche Anweisungen und schreibe damit umfangreiche Texte. Mit Markup können Sie schnell Texte schreiben und darin Formatierungen vornehmen.

Markdown ist eine vereinfachte Auszeichnungssprache, die von John Gruber und Aaron Swartz entworfen wurde. Ein Ziel von Markdown ist, dass schon die Ausgangsform ohne weitere Konvertierung leicht lesbar ist. Als Auszeichnungselemente wurden daher vor allem Auszeichnungsarten verwendet, die in Plaintext und E-Mails üblich sind.

[ Seite „Markdown“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. März 2013, 11:53 UTC. (Abgerufen: 29. März 2013, 16:32 UTC) ]

Sie erstellen Markdown-Texte mit einem Markdown-Editor und können Sie über die Zwischenablage als formatierten Text in einem Content Management System (beispielsweise einem Blog) ganz einfach einfügen. Editoren wie Byword exportieren aber auch beispielsweise in PDF, RTF, Word und sogar LaTeX.

Markdown-Editoren

Es gibt verschiedene Markdown-Editoren von kostenlos bis kostengünstig für alle Plattformen. Ich benutze Markdown-Editoren auf meinem MacBook, meinem Windows-Rechner, meinem iPad, meinem iPhone und meinem Android-Smartphone.

  • Kein Wechsel von Tastatur zu Maus und zurück (oder von der virtuellen iPad-Tastatur zum Display und zurück). Sie tippen, sonst nichts. Damit sind Sie automatisch viel schneller als im ständigen Wechsel.
  • Auf Tablets und Smartphones haben Sie den Editor sowieso immer im “Volltextmodus”, die Editoren für Mac oder Windows sind auf das Arbeiten im Volltextmodus ausgelegt.
  • Die meisten Markdown-Editoren blenden sogar die Menüzeile aus
  • Damit fokussieren Sie sich immer auf den Text und dessen Inhalt. Keine Ablenkung, kein Herumspielen.

Viele Markdown-Editoren gibt es für mehrere Plattformen. Für den Einstieg liefere ich Ihnen eine Auswahl von günstigen Markdown-Editoren:

  • Writing Kit (iPad), kommerziell für wenige Euro
  • FocusWriter (Mac, Windows, Linux), kostenlos (Nachtrag: FocusWriter ist nur ein „Distraction Free Editor“, kann aber kein Markdown)
  • WriteMonkey (Windows), kostenlos
  • Byword (Mac, iPad), kommerziell für wenige Euro
  • iA Writer (Mac, iPad, iPhone), kommerziell für wenige Euro
  • Nachtrag: Draft (Online), kostenlos, ermöblicht auch gemeinsames Bearbeiten

Die Editoren fallen in die Kategorie Distraction Free Writing. Ziel ist das ablenkungsfreie Schreiben (oder auch Produktivität).

Bloggen mit Markdown

Ich schreibe viele Texte wie diesen zunächst in der Markdown-Syntax. Auf dem iPad und dem Mac benutze ich Byword, auf dem Windows-Rechner WriteMonkey. Einen Text bearbeite ich auch wechselnd auf verschiedenen Geräten. Dabei greife ich von allen Anwendungen auf ein Dropbox-Verzeichnis zu.

Irgendwann gelange ich zur Überzeugung, dass der Text fertig oder fast fertig ist. Ich kopiere dann den HTML-Quelltext in die Zwischenablage und füge ihn anschließend im Blogeditor ein. Das kann auf dem iPad sein (dort benutze ich Blogsy oder die WordPress-App) oder dem MacBook oder dem Windows-Rechner (dort benutze ich den Editor im WordPress-Backend).

Bei längeren Texten verwende ich mit dem iPad das Apple Wireless Keyboard. Dann geht das Editieren wesentlich flüssiger als mit dem virtuellen Keyboard des iPads, doch diese Tastatur ist sperrig für unterwegs. Das Logitech Ultrathin steht auf meinem Wunschzettel :-)

Da ich also auf unterschiedlichen Plattformen vorschreibe ist Markdown optimal, um später auch Auszeichnungen wie Fett, Listen, Links via HTML mit in den Editor des Content Management Systems (CMS) zu übernehmen. Komplexe Dinge wie Fotogalerien mache ich immer am Schluss im Zielsystem.

Wer immer direkt, beispielsweise von seinem Desktoprechner aus, im CMS editiert, für den ist einerseits kein Markdown nötig. Andererseits ermöglicht Markdown das stressfreie und auf den Inhalt orientierte Erstellen von Texten.

Gespräche

Die Anregung zu diesem Blogartikel kam zuerst durch ein Status Update von Marcel Weiss:

Ich blogge zunehmend nur noch mit dem iPad.

In dem Kommentar-Thread äußerte ich, ich würde Texte auf dem iPad mit Byword schreiben und den Inhalt später als HTML-Quelltext in den Blog-Editor (beispielsweise Blogsy) kopieren.

Später habe ich dann noch nachgefragt

Dort können Sie weitere Argumente und Hinweise nachlesen wie die von Franziska Köppe aka @_fk75. Franziska benutzt Markdown für das Redaktionssystem Redaxo.

Screenshots

Auf Flickr gibt es ein Fotoalbum mit ein paar Screenshots, wie Markdown in den Editoren aussieht.

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Dieser Artikel als Markdown

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