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Selzen im Selztal

Seit einiger Zeit sollte klar sein, dass ich in Selzen im Selztal wohne und eine persönliche Ansicht hinsichtlich der richtigen Rheinseite und der falschen Rheinseite habe. Offenbar gibt es bei Gesprächspartnern immer noch Unklarheiten bezüglich meiner Heimat.

Es scheint immer noch an der Zeit, diese Unklarheiten zu beseitigen.

Selzen

Selz (links Hahnheim, rechts Selzen)

Selz (links Hahnheim, rechts Selzen)

Das geschichtsträchtige Selzen hat etwa 1.500 Einwohner, liegt an der Selz und liegt im Selztal (siehe unten).

Die erste urkundliche Erwähnung Selzens ist im Jahr 782 als „Salzen“ im Lorscher Codex zu finden. Gräberfunde aus der jüngeren Steinzeit – 2000 v. Chr.-, aus der Römerzeit – 100 nach Christus – und aus der Frankenzeit des 6./7. Jahrhunderts dokumentieren einen geschichtsträchtigen Ort.

[ Seite „Selzen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23. November 2014, 12:42 UTC. (Abgerufen: 24. Januar 2015, 13:49 UTC) ]

Es gibt in der Gemeinde Selzen ein paar kleinere Betriebe und vor allem: Weingüter. Das Zuckerlottche (der Beiname kommt von den jährlichen Rübentransporten) hatte hier auch einen Bahnhof – wenn auch auf der anderen Seite der Selz in der Gemeinde Hahnheim. Die Hahnheimer und die Selzer Frösche leben jedoch friedlich zusammen und miteinander, auch wenn sie auf jeweils gegenüberliegenden Seiten der Selz leben. Selzer Frösche?

Einer Legende nach seien die Bewohner im Mittelalter verpflichtet gewesen, die Frösche in der Selz oder im Teich dadurch zum Schweigen zu bringen, dass sie mit Stangen in das Wasser schlugen. Die Gutsherrschaft wollte ungestört vom Quaken schlafen. Deshalb tragen die Bewohner den Spitznamen Selzer Frösche.

[ Seite „Selzen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23. November 2014, 12:42 UTC. (Abgerufen: 24. Januar 2015, 14:05 UTC) ]

Die allerbeste aller Ehefrauen und ich wohnen seit 2012 in Selzen (und haben seitdem noch keine Gutsherrschaften wohl aber Frösche bemerkt). Zuvor wohnten wir von 1999 bis 2012 in Schwabenheim an der Selz. Wie der Name erahnen lässt, liegt auch Schwabenheim an der Selz.

Schwabenheim an der Selz

Schwabenheim

Mein Vater kommt aus Schwabenheim an der Selz, meine Mutter kommt aus Höchst im Odenwald (wo ich auch aufwuchs). Mich verschlug es durch eine Verkettung diverser Realitäten 1999 zusammen mit diemanue.la wieder in die Heimatortschaft meines Vaters. Die Ortschaft Schwabenheim an der Selz (Wikipedia-Eintrag) hat über 2.600 Einwohner und ist damit die bevölkerungsstärkste Gemeinde der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim. Meistens wird sowohl von Fremden als auch Eingeborenen aus Gründen der Kürze die Bezeichnung „Schwabenheim“ verwendet. Dies kann jedoch zu Verwechslungen mit der Ortschaft Pfaffen-Schwabenheim der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach führen. „Schwabenheim an der Selz“ gibt es erst seit 1904, die Ortschaft selbst ist allerdings doch etwas älter:

Es gilt als fränkische Gründung in der Zeit um 500 nach Chr. und wurde 766 erstmals urkundlich in den „Lorscher Annalen“ erwähnt. Der älteste erwähnte Name war „Suaboheim“, seit dem 13. Jahrhundert änderte sich dieser in „Sauerschwabenheim“. Der Zusatz „sauer“ bezieht sich auf den gleichnamigen Bach der durch das 12 Hektar große Landschaftsschutzgebiet „Pfauengrund“ fließt und diente zur besseren Unterscheidung der Gemeinde Pfaffen-Schwabenheim bei Bad Kreuznach. 1904 wurde der heutige Name Schwabenheim an der Selz eingeführt.

[ Quelle: Verbandsgemeinde Gau-Algesheim, abgerufen 24. Januar 2015 ]

Bis heute prägen Weingüter und Winzer das Bild von Schwabenheim.

Selztal

Die Selz ist als linker Nebenfluss des Rheins eines der Hauptgewässer in Rheinhessen (Bundesland Rheinland-Pfalz).

[ Wikipedia-Eintrag Selz ]

Die Selz ist etwa 63 km lang, entspringt in Orbis in der Pfalz und mündet bei Ingelheim (Wikipedia-Eintrag) in den Rhein. Von Selzen aus sind es mit dem Daumen auf der Google-Maps geschätzt noch etwa 25 Kilometer bis nach Ingelheim am Rhein. Von Alzey bis Ingelheim gibt es einen ausgeschilderten Rad- und Wanderweg an der Selz entlang. Dieser Wanderweg führt nur ein paar hundert Meter an INJELEA vorbei. Insbesondere am Wochenende und bei schönem Wetter „ist der Teufel los“. Deswegen findet man an diesem Rad- und Wanderweg immer wieder Straußwirtschaften oder ähnliche Einrichtungen zur geistigen Ertüchtigung.

 

Selztal im Herbst

Für mich verbanden sich früher mit dem Selztal vor allem die Gemeinden Stadecken-Elsheim, Bubenheim, Schwabenheim an der Selz und Groß-Winternheim. Jetzt also auch noch Selzen und Hahnheim. All diese Gemeinden liegen in Rheinhessen.

Rheinhessen

Rheinhessen (Touristik-Website, Wikipedia-Eintrag), auch „Land der tausend Hügel“ genannt, ist eine Region im Bundesland Rheinland-Pfalz. Die Region Rheinhessen umfasst etwa den Landkreis Mainz-Bingen (Verwaltungssitz in Ingelheim) und den Landkreis Alzey-Worms.

Gaaaaanz früher einmal gehörte Rheinhessen zum Großherzogtum Hessen und später zum Volksstaat Hessen. Aufgrund des Namensteils „hessen“ und der früheren Zuordnungen unterstellen Viele eine immer noch existierende Zuordnung Rheinhessens zum benachbarten Bundesland Hessen (das übrigens auf der falschen Rheinseite liegt, s.u.).

Was jedoch vollkommen falsch ist, denn Frankreich und die USA befreiten Rheinhessen 1945 aus dem hessischen Joch:

Rheinhessen entstand unter diesem Namen nach 1815, als die vorher politisch stark zersplitterte Region erstmals vereinigt und dem Großherzogtum Hessen zugeschlagen wurde, das sich dadurch über den Rhein hinaus ausdehnte. Teile Rheinhessens gehörten vor der französischen Revolution zu den linksrheinischen Gebieten der Kurpfalz, von Kurmainz oder des Hochstiftes Worms. Rheinhessen blieb bis 1945 beim dann so genannten Volksstaat Hessen. Durch die Grenzziehung zwischen französischer und amerikanischer Besatzungszone wurde es dann (mit Ausnahme der rechtsrheinischen Stadtteile von Mainz und des bis dahin zu Guntersblum gehörigen Kühkopfs) von Hessen getrennt und war ab 1946 einer von fünf Regierungsbezirken des neugeschaffenen Landes Rheinland-Pfalz.

Seite „Rheinhessen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21. Januar 2015, 11:58 UTC. (Abgerufen: 24. Januar 2015, 14:13 UTC) ]

Viele Rheinhessen beharren darauf, dass Rheinhessen bereits seit vielen Jahrhunderten als Region bestünde. Schließlich seien sie Rhoihesse und: „Mer babbele rhoihessisch“.

Rheinhessen liegt nicht in der Pfalz sondern grenzt lediglich an diese Region. Helmut Kohl ist also kein Rheinhesse. Das Tragen dieser Bürde obliegt den Pfälzern.

Festzuhalten gilt: Rheinhessen liegt

  • links des Rheins
  • auf der richtigen Rheinseite
  • nicht in Hessen
  • nicht in der Pfalz

und ist Teil von Rheinland-Pfalz.

Die Hauptstadt Rheinhessens ist…

Mainz

Die Hauptstadt (auch des Landes Rheinland-Pfalz) liegt im richtigen Rheinknie auf der richtigen Rheinseite.

Mainz

Mainz ist weltweit bekannt für die Mainzer Fastnacht. Ebenfalls sehr bekannt ist Mainz für seine römischen Wurzeln („Mogontiacum„). Vielen unbekannt sein dürfte die substantielle Angst vieler Bauherren, auf Überreste ebensolcher römischen Wurzeln wie römsche Schiffe oder Heiligtümer zu treffen. Römische Schiffe werden manchmal auch römische U-Boote genannt, da sie gelegentlich auftauchen – vorwiegend beim Ausheben von Fundamenten. Das Heiligtum der Isis und Mater Magna führte zu einer Unterbrechung von 17 Monaten beim Bau der Römerpassage (Einkaufszentrum).

Sehenswürdigkeiten von Mainz sind beispielsweise: Mainzer Dom, Kirche St. Stephan mit den Chagall Fenstern, Kleinkunstbühne Unterhaus, Wochenmarkt, Staatstheater Mainz, Altstadt, Neustadt und Museen.

Bedauerlicherweise wurden im Rahmen der neuen Grenzziehung nach 1945 die auf der falschen Rheinseite liegenden Mainzer Stadtteile Amöneburg, Kastel und Kostheim (nach deren Anfangsbuchstaben „AKK“) der Stadt Wiesbaden zugeschlagen. Dies führte zu dem immer noch andauernden AKK-Konflikt.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz ist eine parlamentarische Republik mit der Hauptstadt Mainz. Rheinland-Pfalz

… umfasst im Norden vom Rheinischen Schiefergebirge den südlichen Teil der Eifel, den Hunsrück, den westlichen Westerwald, das südwestliche Siegerland und den nordwestlichen Teil des Taunus sowie im südlichen Bereich das Mainzer Becken, das Rheinhessische Hügelland, das Nordpfälzer Bergland, die Westpfälzische Moorniederung, die Westricher Hochfläche, den Pfälzerwald und einen Teil der Oberrheinischen Tiefebene. Es grenzt im Norden an Nordrhein-Westfalen, im Osten an Hessen und Baden-Württemberg, im Süden an die französische Region Elsass sowie als Teil der Großregion im Süden an Lothringen und das Saarland, und im Westen an die luxemburgischen Distrikte Grevenmacher und Diekirch sowie an die Provinz Lüttich der belgischen Region Wallonien. Rheinland-Pfalz ist das Bundesland mit der größten linksrheinischen Fläche.

Seite „Rheinland-Pfalz“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. Januar 2015, 08:56 UTC. (Abgerufen: 24. Januar 2015, 14:19 UTC) ]

Rheinland-Pfalz liegt somit weit überwiegend auf der richtigen Rheinseite.

Richtige Rheinseite

Die richtige Rheinseite ist hier in Rheinhessen und drüben im Rheingau eine moralisch-subjektiv positive Einordnung in Bezug auf hüben relativ des Flusses Rhein. Typischerweise wird diejenige Rheinseite als die richtige Rheinseite eingeordnet, auf der man gerne wohnt oder wohnen würde. Andere, auf der jeweils anderen Rheinseite wohnhafte Personen, wohnen demzufolge auf der falschen Rheinseite.

Auf unserer und auf der falschen Rheinseite wird oft abwertend von der jeweils anderen als der ebsch Seit gesprochen.

Ich wohne in Rheinhessen und daher auf der richtigen Rheinseite. Es gibt andere Personen, die aus ihrer Sichtweise ebenfalls auf der richtigen Rheinseite (z.B. in Wiesbaden) wohnen.

Auch im Rheinland und an der Mosel soll es unterschiedliche Einordnungen geben.

(A.d.V.: Wiesbaden liegt definitiv auf der falschen Rheinseite.)

Judenfriedhof Hahnheim

Eine der vielen Tipps für mehr Produktivität lautet, man solle Pausen in seiner Arbeit machen und dabei sich gelegentlich körperlich betätigen. Ich nutze manche Pause für einen Spaziergang. Heute nutzte ich die Mittagspause für eine Erkundung der Umgebung Hahnheims, des Nachbarorts von Selzen. Das Wetter ludt in den letzten Wochen und Monaten nicht wirklich dazu ein – und heute auch nicht.

Um Frischluft zu schnuppern und die Gedanken frei zu bekommen war es genau das Richtige. Der düsterere Himmel und die trostlosen Farben beeindruckten mich nicht. Auch wenn ich immer wieder ein paar Fotos schoss, so ließ ich mir doch Einiges durch den Kopf gehen. Danach war ich wieder fit für die nächsten Aufgaben.

Runtastic-Route: Rund um Hahnheim

Quelle: Runtastic

In 1:15 Stunden habe ich in einem Rundgang etwa 5 Kilometer zurückgelegt. Dabei entdeckte ich auch den Judenfriedhof Hahnheim. Die Verstorbenen hatten auf ihrem Grabsteinen alle ein Todesdatum noch einige Jahre vor der Judenverfolgung im Dritten Reich. Dennoch frage ich mich, ob sie wirklich glücklich und zufrieden in Deutschland lebten, denn der Antisemitismus hat viele Jahrunderte Tradition in Deutschland, und im 19. Jahrhundert waren die Ängste vor den „reichen Juden“ stark gewachsen.

Fotoalbum auf Flickr: Rund um Hahnheim

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Gestern war ich auf dem Rückweg vom SPAZ in Mainz nach Hause und etwas in Eile. Doch dann, zwischen Essenheim und Elsheim, hielt ich gedanklich inne – und kurz darauf mit dem Wagen. Das Wetter war wunderschön, und mir flogen gerade ein paar Gedanken im Kopf herum. Warum also nicht den Augenblick und die Gelegenheit nutzen: Carpe Momentum.

Lektion Wandern

Allerdings hatte ich in der letzten Zeit meine eigene Lektion Wandern vernachlässigt:

Immer dabei haben
– festes Schuhwerk
– Regenjacke / Schirm
– Jeans / feste Hose
– Ersatzsocken

Denn ich hatte zwar Schuhe an :-) aber keine wirklich für leicht matschiges Gelände geeigneten. Und dennoch nahm ich mir die Zeit für einen Spaziergang, um meine Gedanken zu sammeln. Das nächste Mal bin ich wieder gewappnet.

Blicke

Ein wahnsinniges Wetter mit weitem Blick und einer farbenfrohen Herbstszenerie hatte mich verführt. Genau das Richtige, um den Blick abwechselnd auf die Natur und ins Innere zu richten.

Die Belohnung waren Farben, Gelände, ein strahlend blauer Himmel, Blicke auf der Höhe sowie ins Selztal und jede Menge in den Aufwinden segelnde Greifvögel. Und ein paar neue Gedanken für mich.

All dies wäre mir entgangen, hätte ich den Moment nicht genutzt.

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[ Flickr Fotoalbum: Rheinhessen im Herbst 2012 ]

Die Suche nach einer iPad-App oder Web-App mit Lokalnachrichten aus und für Rheinhessen ist schnell erledigt: Es gibt keine (derzeit, siehe Nachtrag). Dabei hätten meine Frau und ich doch gerne eine Lokalzeitung, die wir auf unseren iPads lesen und genießen könnten. Ein Duell der beiden Platzhirsche unter den rheinhessischen Lokalzeitungen Allgemeine Zeitung und Mainzer Rhein-Zeitungen.

Seit ein paar Jahren haben wir die Allgemeine Zeitung (AZ) in der Ingelheimer Ausgabe abonniert. Okay, eigentlich hat meine Frau sie abonniert. Ich ignoriere die Zeitung zunächst, auch wenn sie direkt vor mir liegt. Wozu auch eine komplette Zeitung durchstöbern auf der Suche nach Artikeln und Themen, die mich interessieren? Das erledigt glücklicherweise die allerbeste aller Ehefrauen für mich. “Das ist lustig, da, schau mal!”, “Auf der Seite ist die Todesanzeige Deiner Tante” oder “Da ist ein interessanter Artikel über die Neue Mitte in Ingelheim, ich lege ihn Dir hin!” – und schon habe ich meine personalisierte Lokalzeitung!

Was uns nervt

Doch in der letzten Zeit nervt uns so einiges. Es ist nicht der Inhalt sondern die mangelhafte “Usability” des Mediums, was im Alltag unseren Ansprüchen nicht mehr genügt. Was stört uns also besonders an der gedruckten Zeitung?

  • Der Preis. Monatlich kostet die Allgemeine Zeitung inzwischen fast dreißig Euro (28,30 Euro für die Ingelheimer Ausgabe). Wir stören uns nicht am Preis für den Inhalt sondern an dem mediuminhärenten Anteil für Papier, Druck und Transport.
  • Die Ortsgebundenheit. Wenn wir mal kurzfristig einen Tag weg sind, dann bekommen wir die Zeitung erst am Abend (weil wir übernachtet haben oder sehr früh losfuhren). Wir könnten uns die Zeitung im Urlaub sogar innerhalb Deutschlands kostenlos zusenden lassen. Doch wo bleibt da die Umwelt?
  • Die Bequemlichkeit. Einer von uns muss die Haustür öffnen und die Zeitung holen (ja, ich jammere auf hohem Niveau…). Aber im Winter bei minus 20 Grad…
  • Die Einzigartigkeit. Die gedruckte Zeitung können wir nur nacheinander lesen.
  • Die Vielfalt. Jeder bekommt dieselbe Ausgabe. Aber mich interessieren bestimmte Themen nada.
  • Das Volumen. Jeden Tag sammelt sich eine Zeitung an, die Platz wegnimmt und in die Papiertonne entsorgt werden muss.
  • Die Umwelt.

Deswegen überlegen wir, unser Abonnement zu kündigen. Wir wollen “was mit Internet”.

Was es gibt

Also stöbere ich heute morgen in diesem Internet auf der Suche nach einer elektronischen Ausgabe einer Lokalzeitung für Rheinhessen (Mainz bis Bingen und übergreifend Rheinland-Pfalz). In Frage kommen aufgrund des Angebotes nur die beiden “Platzhirsche” Allgemeine Rheinzeitung und Mainzer Rhein-Zeitung. Was ich finde, und was ich davon halte:

  • Die E-Paper-Ausgabe der Allgemeinen Zeitung (Leseprobe) überzeugt mich nicht. Viel zu printlastig. Die Benutzeroberfläche ist altbacken und umständlich. Die Navigation ist archaisch. Und dann der Preis: 19 Euro für eine reine E-Paper-Ausgabe? Wir wären bereit, 19 Euro zu bezahlen – Wenn das eine richtige Web-App mit wesentlich mehr Möglichkeiten wäre.
  • Die Allgemeine Zeitung (d.h. die Verlagsgruppe Rhein-Main) hat immerhin eine iPhone-App. Die habe ich mir angeschaut, kurz nachdem sie herauskam. Von der Idee nicht schlecht, aber die Umsetzung… (schauen Sie sich einfach die Kommentare im iTunes-Store an). Beim Filtern bakamm ich beispielsweise Artikel doppelt und dreifach (weil in Binger, Ingelheimer und weiterer Ausgabe). Und: Es ist eben keine iPad-App.
  • Die normale Seite der Allgemeinen Zeitung ist inhaltlich okay, aber eben für alle da. Es gibt eine Seite für Ingelheim. Aber ich muss hin und her springen. Vielleicht ist das besser, wenn ich mich einlogge – Doch nach über einer Stunde ist die angekündigte Email noch nicht da… Im Vergleich zur Printausgabe scheinen einige Inhalte zu fehlen. Wo ist die Todesanzeige meiner Tante?
  • Die Mainzer Rheinzeitung hat auf ihrer Webseite eine Kategorie Mainz und eine Kategorie Region. Hm, was steht da? Als erstes ein Aufmacher über Blockupy in Frankfurt, danach ein Artikel, dass sich der FCK vom Trainer trennt. Die Mainzer Region scheint inzwischen ziemlich groß zu sein, da muss ich auf der großen Seite ganz schön nach Artikeln beispielsweise über die Sexspiele in Bingen suchen. Und wo ist die Todesanzeige meiner Tante?
  • Die E-Paper-Ausgabe der Rhein-Zeitung sieht nicht gut aus. Schlecht aber auch nicht. Genauer gesagt: Gar nicht, denn ich sehe nirgendwo eine Demoausgabe und kann mir kein Bild verschaffen. Der Beschreibung nach sicherlich nicht besser als die der AZ. Korrektur: Es gibt eine E-Paper-Ausgabe (siehe unten)! Und außerdem: 17,20 Euro für web-only? Mal auf der Seite Abo & Service nachschauen, was ein Print-Abo kostet… Fehlanzeige, ich sehe keinen Preis. Noch eine Korrektur: Im Bestellformular selbst steht der Preis für das Print-Abo (19,20 Euro). Der Preis sollte viel früher und prominenter gezeigt werden.
  • Die RSS-Feeds sind der Mainzer Rhein-Zeitung und der Allgemeinen Zeitung mir zu allgemein.

Nachtrag (21.05.2012): Mainzer Rhein-Zeitung mit E-Paper und App

Die Mainzer Rhein-Zeitung hat doch eine Demoausgabe und wird demnächst eine App herausbringen. Nach meinem Tweet am nächsten Tag hat mir Lars Wienand auf Twitter geantwortet und mich korrigiert. Wienand kündigte außerdem eine App mit zusätzlichen Inhalten an, die nicht individuell konfigurierbar ist.

Mainzer Rhein-Zeitung: Doch mit E-Paper (via Twitter)

Mainzer Rhein-Zeitung: Doch mit E-Paper (https://twitter.com/#!/LarsWienand/status/204505921429307393)

Den Link auf die Demoausgabe hatte ich übersehen, obwohl er eigentlich sehr gut sichtbar ist. Die Rhein-Zeitung hat inzwischen den Link auf der Startseite korrigiert. Der Link http://epaper.rhein-zeitung.de/eweb/ wird jetzt direkt auf die Demoausgaben der verschiedenen Zeitungen der Rhein-Zeitung vom 12.05.2012 umgeleitet.

Mainzer Rhein-Zeitung: E-Paper (Quelle: Screenshot)

Demoausgabe der Mainzer Rhein-Zeitung

Nachtrag (31.05.2012): Mainzer Rhein-Zeitung veröffentlicht App

Heute veröffentlichte die Rhein-Zeitung ihre App für iPhone und iPad (App Store-Link):

  • Vollabonnenten der gedruckten Zeitung (Montag bis Samstag) erhalten das neue Digital-Abonnement zum Preis von 3 Euro monatlich (zusätzlich zum bestehenden Abonnement).
  • Wer bereits das E-Paper als Abonnent nutzt, erhält die App ohne zusätzliche Kosten.
  • Neukunden zahlen für das Digital-Abonnement 23 Euro monatlich. In Mainz kostet die Ausgabe der Mainzer Rhein-Zeitung 17 Euro monatlich.
  • Wer noch kein iPad besitzt, bekommt von der Rhein-Zeitung ein komfortables Digital-Paket geschnürt. Es besteht bei Abschluss eines 24-Monate-Vertrags aus dem neuen iPad zum Preis von einmalig 49 Euro (für Abonnenten) oder 69 Euro (für Nichtabonnenten), unserem Digital-Abonnement zum Preis von 3 Euro (für Abonnenten) oder 23 Euro (für Nichtabonnenten) sowie einem Datentarif der Deutschen Telekom zum Preis von 39,95 Euro monatlich. Preise gültig nur bis Ende Juni!
  • Im Einzelverkauf über den iTunes Store kostet eine einzelne digitale Zeitung 1,59 Euro – es lohnt sich also, ins Abonnement zu wechseln, das übrigens monatlich kündbar ist.

[ Rhein-Zeitung: Die Rhein-Zeitung erscheint ab sofort auf iPad und iPhone (auf Seite 3) ]

iPhone-/iPad-App der Rhein-Zeitung

iPad-App der Rhein-Zeitung mit Titelseite und Auswahlsequenz

Vom ersten Eindruck her gefällt mir die App: Eine gelungene App, die den Spagat zwischen Print und Online versucht und recht gut hinbekommt. Ein bisschen haptisches Gefühl ist da sogar dabei :-) Vielleicht wäre es aber auch besser geworden, sich vom Print als Vorbild zu lösen.

Das Digital-Abonnement 23 Euro monatlich? In Mainz kostet die Ausgabe der Mainzer Rhein-Zeitung 17 Euro monatlich? Den Unterschied verstehe ich nicht, möglicherweise meint das Digital-Abonnement alle Regionalausgaben (z.B. Koblenz, Mainz…)? Als Druckausgabe kostet die Mainzer Rhein-Zeitung doch 19,20 Euro (Screenshot)?

Von den 19,20 Euro ziehe ich die Druck- und Transportkosten ab und lege ich wieder Kosten für die Videos und die Entwicklung der App drauf… Ich bin mir nicht sicher, ob mir persönlich die Relation passt. In ein paar Tagen schaue ich mir die Demo genauer an.

Fotoalbum

[ Flickr Fotoalbum: Duell: AZ gegen Rheinzeitung (Diashow) ]

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Fazit

Inhaltlich reicht mir die Mainzer Rhein-Zeitung nicht. Das Web-Angebot (E-Paper) kann ich nicht beurteilen, aber das wäre mir für die Inhalte eh zu teuer. Die Inhalte der Allgemeinen Zeitung sind soweit okay für mich, auch wenn mir da im Vergleich zur Printausgabe Inhalte zu fehlen scheinen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist für mich nicht okay.

Die Allgemeine Zeitung hat für unsere Anforderungen die Nase vorne. Für einen Treppenplatz reicht das aber noch lange nicht. Aktuell scheint es keine Alternative zu Printprodukten zu geben :-(

Nachtrag (31.05.2012): Mit der App hat die Rhein-Zeitung funktional die Nase vorne. Inhaltlich fehlt mir da aber das ganz Lokale (Ingelheim, Selztal) – dafür sind mir die Bekanntschaftsanzeigen schnuppe – doch insgesamt ist der komplette Inhalt der Druckausgabe auch in der App.

Was wir wollen

Als Leser aka Rezipienten wollen wir natürlich so viel und so angenehm wie möglich. Und wir wollen in Social Media publizieren. Und wir wissen, dass dies seinen Preis hat. Wir haben eine Obergrenze für diesen Preis.

  • Wir wollen Inhalte aus der Region Rheinhessen (Bingen, Ingelheim, Selztal, Sprendlingen, Nieder-Olm, Mainz) und zu Landesthemen.
  • Wir wollen Kleinanzeigen und -nachrichten (beispielsweise Praxis-/Geschäftseröffnungen, Todesanzeigen, Wohnungsanzeigen).
  • Wir wollen filtern nach Rubrik und Region. Also beispielsweise alle Todesanzeige aus Ingelheim und Umgebung, alle Sportnachrichten aus Schwabenheim, Immobilienangebote Ingelheim/Mainz/Rheinhessen.
  • Wir wollen suchen, allgemein oder innerhalb von einzelnen oder kombinierten Filtern.
  • Wir wollen unterschiedliche Profile, also ein Profil für @diemanuela und @fwhamm. Für Familien sind sicherlich mehr Profile wünschenswert. Dafür sind wir auch bereit, im Rahmen einer Mischkalkulation einen etwas höheren Preis zu zahlen.
  • Wir wollen teilen auf Social Media wie Twitter und Facebook.
  • Wir wollen speichern in Evernote, Pocket und anderen Diensten zur persönlichen Informationsverarbeitung.
  • Wir wollen im Hochformat und im Querformat betrachten.
  • Wir wollen eine ansprechende und performante Benutzeroberfläche auf dem iPad. Es ist uns gleich, ob es eine iPad-App oder Web-App ist.

Dafür sind wir bereit 19 Euro zu bezahlen (wenn die Relation zur Printausgabe stimmt).

Sie sind dran

  • Haben Sie einen Tipp für ein Angebot, dass ich nicht kenne?
  • Was sind Ihre Ansprüche an ein modernes Angebot einer Lokalzeitung für ein Tablet oder ein Subnotebook/Netbook?
  • Sind Sie von einer Lokalzeitung und haben Beispiele, Kommentare, Fragen, Kritik?

Lassen Sie uns teilhaben!

Schwabenheimer Weinsommer 2012: Wein & Tapas in den Höfen Schwabenheims am 28. und 29. April

Im letzten Aprilwochenende findet wieder der Schwabenheimer Weinsommer mit Wein & Tapas in den Höfen Schwabenheims statt. Für 25 Euro erhalten Sie in den zwölf teilnehmenden Weingütern jeweils eine Kleinigkeit zu Essen (Tapas) und eine Weinprobe:

Gerhard Klos, Lothar König, Joachim König, Günter Rott, Helmut und Martin Luy, Detlef und Gundhild Schuck, Margaretenhof, Jochen Seibert, Gerhard Wolf, Immerheiser, Achim Schenkel, Schumann.

[ Quelle: www.schwabenheim.de ]

  • Samstag, 28. April: 14 bis 22 Uhr
  • Sonntag, 29. April: 11 bis 20 Uhr

Der Startpunkt ist auf dem Schwabenheimer Marktplatz. Sie können von dort aus in einem Rundgang die Weinhöfe der Winzer abklappern oder sich in den Anhängern von den „Treckershuttles“ von Hof zu Hof fahren lassen

Einhundert Weine gibt es zur Auswahl. Ob sie die allerdings alle schaffen zu probieren… Irgendwann sollten Sie dann auf das Treckershuttle anstelle auf Ihren Gleichgewichtssinn vertrauen :-)

 

 

Hier fliegt Ikarus über dem Selztal

Endlich einmal wieder ein Aloha Friday Foto. Dieses Foto nahm ich am 31. August 2011 nach einem anstrengenden Lauf vom Selztal auf die Hochebene in Richtung Wörrstadt auf. Ich war wütend auf das Leben, das Schicksal und den Tod. Deswegen nannte ich den Lauf „Wutlaufen“. Doch der Lauf beruhigte mich und dann… genoß ich den Blick direkt auf das Selztal zwischen Schwabenheim an der Selz (links) und Elsheim (rechts).

Das Fotoalbum auf Flickr heißt „Hier fliegt Ikarus„, denn dort oben ist ein Startplatz des IKARUS MAINZ e.V., dem Verein für Segelflugmodellsport aus Rheinhessen. Aus einigen Fotos habe ich ein Panoramabild erstellt.

Panorama: Hier fliegt Ikarus über dem Selztal

Panorama: Hier fliegt Ikarus über dem Selztal

Aloha Friday

Heute ist Freitag und damit Casual oder auch Aloha Friday:

The tropical roots of Casual Friday go back to at least 1947 in Hawaii, when the city of Honolulu allowed workers to wear the Aloha shirt part of the year. The term Aloha Friday dates from the 1960s, when the shirts were worn on Fridays instead of normal business attire.

Ich liebe es übrigens ein „Aloha Shirt“ zu tragen – es muss auch nicht Freitag sein :-)

Haben Sie auch ein „Aloha Friday Foto“?

Waren Sie im Urlaub oder einfach nur unterwegs und haben ein schönes Foto mitgebracht? Ein Foto aus Deutschland, Europa, der Welt oder dem Mond? Schicken Sie mir Ihr „Aloha Friday Foto“ mit ein paar Zeilen an injelea (ät) injelea (punkt) de, und ich veröffentliche es hier im Blog.