Am vergangenen Wochenende gab es zwei Todesfälle von Persönlichkeiten, die sich mir in meiner Jugendzeit eingeprägt haben:

  • Rudi Carrell: Seine Sketche heiterten mich auf. Auch wenn seine Shows (damals noch in den Öffentlich-Rechtlichen) im Rückblick manchmal vielleicht etwas altbacken wirken: Damals war Rudi die Persönlichkeit im Fernsehen, die richtig Spaß machte.
  • Rolf Braun: Sein "Wolle mer’n eroilosse" prägte mein Verständnis von der Mainzer Fassenacht. Er war der Präsident des KCK (Karneval-Club Kastel 1947 e.V.). Auch oder gerade weil ich damals im hessischen Exil lebte war er mein Band zur "rhoihessisch" Mentalität. Nur und gerade die politische Fassenacht faszinierte mich. Er präsentierte sie bereits lange, bevor aus den beiden Sitzungen "Mainz bleibt Mainz" und "Mainz, wie es singt und lacht" das heute nur noch bekannte "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" wurde.

Inzwischen treten immer wieder solche Personen ab, die mich durch meine Jugend begleiteten. Es ist halt die Generation, die jetzt so um und über die Siebzig ist. Schön wäre es, wenn ich nach meinem Tod rückblickend sagen könnte: "Ich habe jemandem etwas bedeutet."

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