Worauf bei PR-Agenturen achten?

Worauf bei PR-Agenturen achten?

Claudia Tödtmann berichtet darüber „Wie Unternehmen ihre PR-Agenturen aussuchen und was sie an ihnen kritisieren„. In einem Auszug zeigt sie, wo nach Ansicht der Unternehmen sich die PR-Agenturen verbessern müssten und worauf sie bei deren Auswahl tatsächlich achten. Bloß: Bei der Auswahl spielen die Kritikpunkte kaum eine Rolle. Eine Kolumne mit vielen Fragen.

Planbarkeit von Kosten, unternehmerisches Denken, Betreuung durch höher qualifiziertes Personal, Kosten, Kosten, Abrechnung und… Projektmanagement. Das sind die Kritikpunkte der Unternehmen an PR-Agenturen. Alles klar und nachvollziehbar. Dann müssten die Unternehmen einfach nur zumindest ein bisschen auf diese Punkte bei der Auswahl der PR-Agenturen achten.

Worauf achten sie also? Branchenkompetenz, betreuende Personen, Erfahrung, Kontakte in Redaktionen, räumliche Nähe, Kompetenz bei PR-Kampagnen und… oh ja, doch: Günstige Preise nach Vergleich der Agenturen (also wenn die alle gleich zu teuer sind…) und erfolgsabhängige Bezahlung kommen am Schluss der Liste. Warum wird da nicht auf die Kompetenz in Projektarbeit gearbeitet? Wieso spielt die Kollaborationsfähigkeit der Agenturen keine Rolle? Als ob die PR-Agenturen ein Briefing bekommen und dann wochen- oder monatelang völlig losgelöst vom Unternehmen vor sich hin werkeln könnten… oder tun sie das?

Also nur auf wenige Punkte, die die Unternehmen kritisieren, achten sie bei der Auswahl der Agenturen. Und wenn sie darauf achten: Warum haben sie dann die PR-Agenturen trotzdem genommen und meinen dann, sie müssten sich darin verbessern?

Da stinkt der Fisch doch vom Kopfe her. Zuwenig wird bei der Auswahl auf die Kritikpunkte geachtet. Und wenn darauf geachtet wurde (betreuende Personen), warum läuft es doch schief? Und die Höhe der Kosten? Warum spielt die bei der Auswahl keine Rolle sondern nur die relative Höhe im Vergleich der Agenturen? „Nehmen wir einfach eine der günstigeren unter den zu teuren PR-Agenturen“, so könnte das Motto lauten.

Aber warum nur? Lernen die Unternehmen nichts daraus? Haben sie einfach nur keine Ahnung und lassen das lieber „die da draußen mit der Ahnung“ machen?

Oder waren das wirklich nur geschlossene Fragen, deren Antwortmöglichkeiten ohne Zusammenhang standen? Aber vielleicht gab das Budget für die Studie vom Institut für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF) und der Wirtschaftswoche einfach nicht mehr her, weil da eine PR-Agentur mit im Boot war…