Warum ich mein Abo der ZEIT kündige

Ich habe die Printausgabe der ZEIT abonniert. Dies sind die Gründe, wa…

Ich habe die Printausgabe der ZEIT abonniert. Dies sind die Gründe, warum ich das Abo der ZEIT kündige.

INJELEA.de
  • Ich bekomme die ZEIT nur und erst am Donnerstag. Zwar greift sie oft aktuelle Geschehnisse auf, aber ich muss dann nacharbeiten. Vielleicht habe ich ja doch am Mittwoch schon Zeit für einen nächsten Artikel (was nicht oft vorkommt, s.u.), aber ich muss warten. 
  • Die ZEIT ist sperrig und unbequem.
    • Manchmal liebe ich es am Wochenende noch etwas im Bett zu bleiben, einen Kaffee zu trinken und dabei zu lesen. Die ZEIT ist dafür viel zu sperrig. Das Falten und Knicken hilft auch nicht viel weiter. Denn am Schluß habe ich zig gefaltete ZEITteile herumliegen und habe den Überblick verloren. 
    • Selbst am Frühstückstisch ist die ZEIT zu groß. Wenn ich sie hoch halte, bekomme ich einen Muskelkater, und meine Frau sieht mich nicht. Lege ich sie hin, muss sofort der ganze Tisch abgeräumt werden, und ich komme mit der Zeitung meiner Frau ins Gehege.
    • Ins Büro nehme ich sie erst gar nicht mit. Denn ich packe sie nicht für ein oder zwei Artikel zwischendrin extra aus, lese darin, und verstaue sie dann anschließend wieder (wehe, wenn falsch gefaltet…).
    • Würde ich mit der Bahn fahren, … tue ich zwar selten, aber auch da lese ich garantiert nicht die ZEIT.
  • Die ZEIT ist ein Single-Purpose-Medium. Ich kann sie lesen, sonst nichts.
    • Wenn ich am Sonntag Morgen noch im Bett liege, dann muss ich erst noch aufstehen, um sie aus dem Erdgeschoß zu holen. Schließlich schleppe ich sie nicht mit mir herum zwischen den Stockwerken, weil ich irgendwann auf die Idee mit dem Lesen komme.
    • Wenn ich mir eine Notiz machen möchte, oder einen Artikel aufheben möchte, dann kann ich das zwar mit der ZEIT (draufschreiben, ausschneiden), aber ich arbeite online. Ich muss die Notiz zusammen mit einem Screenshot erst ins "Elektronische" bringen. 
    • Ich kann mit der ZEIT nichts anderes lesen. Ich kann mit ihr keine E-Mails oder Blogartikel schreiben, keine Bilder hochladen, nicht telefonieren.
  • Ich mache mir die Hände schmutzig. Nach zehn Minuten mit der ZEIT habe ich das Gefühl, meine Finger kleben. Druckerschwärze eben.
  • Ich habe den RSS-Feed der ZEIT Online abonniert. Dort kommen aktuelle Artikel aber auch Artikel, die ich schon gelesen habe – oder auch nicht. Beim Lesen der Print-Zeit fällt mir dann ein: Den Artikel kennst Du doch… (Vielleicht habe ich es nur noch nicht gerafft…).
  • Oft muss ich mich Dienstags oder Mittwochs dazu überreden, die ZEIT noch fertig zu lesen. Weil einfach die Gelegenheit zum Lesen nicht da war. Die Gelegenheit zum Lesen der ZEIT ist bei mir zu Hause auf der Couch. Ausschließlich. Und nur dann, wenn ich nicht etwas anderes mache wie beispielsweise online bin (was nicht oft der Fall ist).
  • Ich bin einfach ein Digital Inhabitant, Digital Silver (Bits in den Knochen und Silber im Haar) oder was auch immer. Ich bin Onliner.

Was geschah:

Autor: Frank Hamm

Frank Hamm](https://frank-hamm.com) (* 14. April 1961 in Ingelheim am Rhein) ist ein deutscher Kommunikationsberater, Blogger und Autor. Hamm lebt in der Ortsgemeinde Selzen (Rheinhessen). Im INJELEA-Blog behandelt er seit 2005 Fachliches aus Kommunikation, Produktivität, Kollaboration und Intranets. Als Der Entspannende berichtet Hamm über Wandern, Genuss und Kultur in Deutschland. Sein gleichnamiges Blog gehört zu den etablierten deutschsprachigen Wanderblogs. Subjektives aus Raum und Zeit veröffentlicht er in seinem Kolumnen-Blog Der Schreibende. In den Sozialen Medien ist Hamm aktiv auf Twitter als @DerEntspannende und als @fwhamm, auf Facebook als Der Entspannende und auf Instagram als Der Entspannende. Nachrichten und Anfragen beantwortet Hamm per E-Mail via frank@frank-hamm.com.