Am Donnerstag war ich auf Einladung von mediaman GmbH bei der Veranstaltung webandwine im Kubus im Explora-Museum in Frankfurt. Das Thema des Abends war "Multimedia-Experience am Point of Sale". Ein wesentlicher Teil der Veranstaltung war die Multitouch-Experience mit einem Touchscreen-Table (bekanntester Vertreter: Microsoft Surface), den das Fraunhofer Institut für mediaman entwickelt hat.

Live-KochenKulinarisch war der Abend begleitet von zwei Weingütern aus Ingelheim (Weingut Dautermann und Weingut Bettenheimer), vielen guten kleinen Leckereien und einem Live-Kochen.


Fabian Fischer (mediaman)
führte zunächst in die Trends für den Point of Sale ein. Erlebnis, persönlicher Kontakt, Interaktion und Markenerfahrung bestimmen die Entwicklung. Dabei zeigen bereits durchgeführte Projekte wie Service-Oasen bei der Umpqua Bank oder der Deutschen Bank der Zukunft Q110, dass es nicht mehr Jahrzehnte sind, bis sich die Kauf- und Beratungswelt verändert.

Dr. Johannes Behr (Fraunhofer IDG) Dr. Johannes Behr (Fraunhofer IGD) zeigte die historische Entwicklung und realisierte Projekte im Bereich Virtual Reality und Augmented Reality auf. Dadurch, dass die Rechnerleistung stetig ansteigt, lassen sich mittlerweile Lösungen umsetzen, für die vor einigen Jahren noch teure und große Hardware nötig war.


Christian Christianssen (mediaman)
stellte den Multitouch-Screen vor. Außer kleinen Lösungen mit Grafik- bzw. Filmfenstern zeigte er zwei Prototypen

  • Zukunftsgestalter: Der auf Basis einer bereits vorhandenen Webapplikation im Versicherungsbereich entwickelte Prototyp demonstriert eine mögliche Lösung, wie man sich selbst eine Empfehlung für die eigene finanzielle Zukunftssicherung direkt am Touchscreen gestalten kann.
  • Couchkonfigurator: Mit dem Couchkonfigurator lässt sich eine Couchgarnitur zusammenstellen. Positionieren, drehen, Bezüge auswählen mit haptischer Erfahrung.

Paolo Mussi (iO.Agency) stellte weitere Lösungen wie den Sensitive Floor bzw. Wall vor, mit denen sich die Kaufwelt zunehmend verändert.


Experience?

Ich halte nicht nur die
neuen technischen Möglichkeiten für interessant, sondern auch die
Möglichkeit der sozialen Interaktion. Denn die Garnitur lässt sich
gemeinsam gestalten, und die Beratung für die finanzielle
Lebenssituation kann gemeinsam mit dem Berater erfolgen. Beratungssituationen auf einer Messe für Geschäftskunden werden entspannter, wenn man den potentiellen Kunden nicht vor einen PC schleppen muss und ihm etwas vorführt, sondern der Kunde selbst "Hand anlegt". Deswegen glaube ich nicht, dass solch "neumodiges Computerzeugs" nur etwas für Privat-End-Kunden" geeignet ist. 

Jedenfalls macht so ein Touchscreen-Tisch wesentlich mehr Spaß, als mit der Maus herumzufahren.

Und irgendwann wird es ein richtiges Holodeck geben, in dem man den Unterschied zum Real Life nicht mehr feststellen kann. Was mir übrigens wesentlich sympathischer als eine Matrix ist. 

Multitouch-Screen

Link: sevenload.com

Solche Lösungen werden übrigens losgelöst vom Betriebssystem auf Anwendungseben realisiert. Die Reflexionen der angestrahlten Folienschicht werden von einer Kamera aufgenommen, die Veränderungen werden interpretiert und dadurch entsteht ein Touchscreen.

Ambiente

Mir gefiel das Ambiente mit Essen und Drinken, viele verschiedene Personen / Persönlichkeiten und einfach dem Ausblick auf Neues und Ungewohntes, das normalerweise nicht in meinem Blickwinkel liegt. Die Atmosphäre war locker und ungezwungen und ich habe mich über die Gespräche und Einblicke gefreut.