Klaus Eck veröffentlicht ein Interview mit Mario Scheuermanns über dessen Buch "Wein und Zeit – Von der Kultur des Geniessens" vom Hampp-Verlag aus Stuttgart, das Bloggen, Autoren, Fallstricke, Verlage und Genußblogs: "22. Nachgebloggt: Warum der Weinexperte Mario Scheuermann auf Blogs setzt".

Geschickt hat Mario Scheuermann für den "Launch" seines Buches Blogger einbezogen:

Ich habe Bloggern aus dem Bereichen Essen & Trinken,  Lifestyle, Literatur und Philosophie angeboten, dass sie vom Verlag genauso behandelt werden wie die Feuilletons der Printmedien und ein Rezensionsexemplar erhalten können. Mein Bitte war nur, dass sie darüber schreiben sollten – egal wie. Kritisch, zustimmend, begeistert, lustig je nach gusto. 

[…]

Vier Wochen nach Beginn der Kampagne erhält man bei Google 142 Treffer, wenn man nach dem Autor eingeschränkt auf den Titel meines Buches und den Verlag sucht.  Sucht man nur nach dem Autor und dem  Titel erhält man bereits auf den ersten fünf Treffer-Seiten neben Amazon, Wikipedia, Perlentaucher, dem Verlag und den diversen Pages des Autors 15 Treffer mit qualifizierten Kritiken aus 15 Weblogs wie riesling-blog, literaturwelt.de, wohl-bekomms, nikos weinwelten, schreiberswein etc. dazu Online-Publikationen wie read-me, Die Wein und Berliner Literaturkritik. Dieses publizistische Echo wäre wohl auf keinem anderen Weg zu erreichen.. 

Mario Scheuermann: Wein und ZeitDemnächst wird noch ein weiterer Blogger eine Rezension seines Buches schreiben. Der Blogger bin ich, und ich werde es zumindest versuchen.

Ende August berichtete ich über eine entsprechende Buchbesprechung von Lars Breidenbach, wies auf das Angebot von Mario Scheuermann eines Besprechungsexemplars hin und zog mich auf die Position zurück, dass ich mir derartiges doch nicht zutraue. Mario Scheuermann reagierte im Kommentar und bot mir dennoch ein Exemplar an. Widerstrebend, wider aller Vernunft und neugierig nahm ich das Angebot dann doch an.

Ich hoffte sogar, dass das Exemplar noch vor unserem San Francisco Urlaub eintreffen würde und ich – wie passend – die Rezension im Napa Valley, dem amerikanischen Wein El Dorado, schreiben könne.

Erstens hätte ich sowieso keine Zeit gehabt und … zweitens stellte die Post mein Exemplar nicht zu sondern sendete es zurück an den Verlag.

Wir waren in Kalifornien, aber mit dem Verlag vereinbarte ich einen erneuten Zustellungsversuch für Anfang Oktober. Das funkionierte, aber letzte Woche war ich dann erst einmal in Leipzig. Jetzt endlich werde ich mich am Wochenende über das Buch hermachen. Versprochen.

Aber schon mal vorab: Das Buch passt zum Thema. Irgendwie erwartete ich ein schönes, schlichtes und stilvolles gebundenes Buch, das ein "gesundes" haptisches Gefühl vermittelt. Und das bekam ich. Meine Neugier bleibt ;-)