Der fünfte WissensWert Blog Carnival startet am 2. Juni und schließt am 30. Juni 2009Dieser Artikel ist meine Teilnahme am "WissensWert Blog Carnival Nr. 5: Warum twitterst Du eigentlich?" von Jochen Robes. Das Thema ist Twitter, doch warum "ist" Twitter?

Dieser Artikel Twitter ist "in". Immer mehr machen mit. Warum eigentlich? Was kann man in 140 Zeichen überhaupt mitteilen? Doch kommt es darauf an? Wenn man nur sagen will, dass man "da" ist? "With Twitter I’m never far from my people", hat Andrew McAfee vor einigen Wochen geschrieben, und vielleicht ist es genau das. Was uns interessiert: Wie wird Twitter eingesetzt? Was gibt man, und was bekommt man zurück? Hat Twitter einen Nutzen und, wenn ja, wie kann man ihn beschreiben? Welche Möglichkeiten schlummern noch in Twitter und hat Twitter eine Zukunft?

Warum twittere ich also? Was bringt es mir und welche Erfahrungen mache ich mit Twitter?

Doch wie nähere ich mich den Antworten dieser Fragen? Welche Form der Antwort wähle ich? Soll ich einen klassischen Aufsatz schreiben mit "a) Einleitung b) Hauptteil c) Schluss"? Soll ich die gar nicht mehr so innovative Form eines subjektiven Blogartikels wählen? Soll ich…

Schluss mit dem "soll ich…"! Ich brainstorme und jamme mit mir selbst:

  • Weil ich gerne Neues erfahre
  • Twitter ist wunderbar unstrukturiert, und doch entwickeln sich Strukturen und Netzwerke darin und damit – ich verstehe sie nur nicht
  • Weil ich nicht Unternehmen sondern Menschen glaube
  • Der Mensch machts
  • Ich lerne Menschen kennen, und Menschen lernen mich kennen
  • Menschen sind Gespräche
  • Neues und Ungewohntes erkunden durch "Weak Ties" aus derselben Stadt, vom Unbekannten auf der Konferenz, von der Person von Down Under
  • Twittern ist schnell: Schnell etwas (aus)sagen, schnell etwas lernen, schnell korrigiert werden, schnell den Link auf Intensives erhalten
  • 140 Zeichen erzwingen das Wesentliche
  • Wahre Twitterer sind authentisch
  • The Twittersum never sleeps
  • Das Kollektiv erweitern, von und mit dem Kollektiv lernen und das Kollektiv lernen
  • Das Kollektiv als Korrektiv erfahren getreu dem Motto "Wahrheit und Irrtümer" von Karl Popper
  • Twitter ist spontan, macht dadurch reich an Erfahrungen und anderen Kulturen. Wer länger als 2 Minuten über seinen Tweet nachdenkt zensiert
  • Weil ich schon immer Astronaut werden wollte, nicht konnte, aber ich jetzt Mark und Mike followen kann
  • Weil die Hoffnung vielleicht nicht erfüllt wird, aber sie und ihre Erfüllung so möglich wie kaum zuvor sind
  • Twitter ist eine einzige riesige Jamsession. Twitter ist Demokratie und Chaos. Twitter ist ein Kollektiv. Twitter ist der Flow

140 Zeichen

Falls Sie es noch nicht bemerkt haben sollten: Keine meiner Antworten hat mehr als 140 Zeichen – und dieser Satz hat nur 137 Zeichen :-)